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Kontrollen schrecken ab

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Ein Wochenende lang hat Bad Homburg das Laternenfest gefeiert.
Ein Wochenende lang hat Bad Homburg das Laternenfest gefeiert. © Joachim Storch

Weniger Schlägereien und sauberere Hauswände: Ordnungsdezernent Peter Vollrath-Kühne ist zufrieden mit dem Verlauf des diesjährigen Laternenfestes.

Von Martina Propson-Hauck

Kehraus-Stimmung gestern Mittag in der Louisenstraße: Arbeiter entfernten mithilfe einer Hebebühne die rot-gelben Glühbirnen, die das Laternenfest in stimmungsvollen Lichterglanz getaucht hatten.

Guter Dinge zeigte sich Stadtrat Peter Vollrath-Kühne (FDP). Er konnte eine positive Bilanz der vier heißen Festtage in der Stadt ziehen: Die verstärkte Präsenz der Sicherheitskräfte habe sich bewährt. Bis auf Einzelfälle sei das trotz Regengüssen gut besuchte Laternenfest friedlicher als in den vergangenen Jahren verlaufen.

13 Straftaten meldete die Polizei insgesamt, davon drei Diebstähle, ein Raub, ein Verstoß gegen das Waffengesetz, einmal Widerstand gegen Polizisten und sieben Körperverletzungen. Im vergangenen Jahr waren allein 12 Schlägereien aktenkundig geworden, die Zahl hat sich also fast halbiert. Ein Brüderpaar war gleich in zwei Schlägereien verwickelt und ganz offensichtlich auf Randale aus. „So etwas kann man mit keinen Sicherheitsmaßnahmen verhindern“, sagte Magistratssprecher Andreas Möring.

Rund 50 Einsatzkräfte der Polizei, der Ordnungspolizei und des Freiwilligen Polizeidienstes waren während des Festes in der Stadt unterwegs. Erstmals waren sie von Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes verstärkt worden. Diese sollten auch nachts für die Sicherheit der Stände sorgen; trotzdem wurde in zwei eingebrochen, aber die Täter gefasst.

Erstmals wurde in diesem Jahr beim Laternenfest ein Ordnungsgeld wegen Urinierens an Hauswände erhoben. Die rigiden Kontrollen wirkten offenbar schnell abschreckend. In der Nacht zum Samstag waren noch 24 Männer auf frischer Tat ertappt und um jeweils 20 Euro erleichtert worden.

Einer, so berichtete die Stadtverwaltung, habe sogar zwei Mal innerhalb einer halben Stunde bezahlen müssen. In den beiden folgenden Festnächten verstießen nur noch elf Männer gegen die guten Sitten. Macht zusammen Einnahmen von insgesamt 700 Euro für die Stadtkasse und etliche wesentlich sauberere Hauswände.

Zudem sind 55 Falschparker während der Festtage abgeschleppt worden, vor allem in der Ferdinand- und der Friedrichstraße, aber auch rund um die neue Feuerwache in der Nähe des Festplatzes.

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