Königstein

Sichtschutz für brütende Uhus in Königstein

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Die Stadt baut eine Holzwand in die Burg, damit die seltenen Großeulen ungestört bleiben.

Rund um die Königsteiner Burg sind nachts eigenartige Rufe zu hören. Ein Uhu-Paar, das hier bereits im vergangenen Jahr erfolgreich brütete, dreht seine Runden rund um die Ruine. Die große Eulenart galt nach Angaben der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz hierzulande seit 1915 als ausgestorben, doch seit 1977 erholen sich die Bestände der immer noch sehr seltenen, streng unter Naturschutz stehenden Vögel allmählich.

Die städtische Umweltbeauftragte Birte Sterf ist zuversichtlich, dass das Uhu-Pärchen auch in diesem Jahr wieder hier nisten wird. „Aus der Fachliteratur ist bekannt, dass gut geeignete Brutplätze oft über Generationen benutzt werden“, sagt Sterf. Im vergangenen Jahr begannen die Uhus Anfang März mit der Brut.

Die Stadt hat deshalb mit dem Bau einer Holzwand im Burghof begonnen, damit Besucher der ganzjährig zugänglichen Touristenattraktion (bis einschließlich März samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet) nicht zu nahe ans Nest gelangen und die Vögel beim Brüten stören, wie Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) am Dienstag berichtete. In der ersten schon aufgebauten Wand böten Gucklöcher aber die Gelegenheit, das Nest zu beobachten.

Im Moment steht die Holzwand nur vor dem seitlichen Zugang zum Burgturm. „Sofern das Uhuweibchen sich tatsächlich wieder in der Nische des Innenhofes niederlässt, werden selbstverständlich auch die seitlichen Zugänge zum Innenhof verschlossen“, sagt Helm.

Dann wolle die Stadt eine Webcam freischalten, mit der Vogelfreunde das Nest beobachten könnten. Man wolle auch spezielle Uhu-Führungen anbieten. 

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