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Viele Tiere können von Spaziergängern auch ohne Eintritt zu bezahlen vom Philosophenweg beobachtet werden.

Vereinbarung

Philosophenweg bleibt offen

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Das Parlament von Königstein stimmt dem Vertrag mit Kronberg und der Zoo-Stiftung zu. Bürger dürfen für 60 Minuten umsonst durch den Opel-Zoo.

Der Philosophenweg als traditionsreiche Verbindungsstrecke zwischen Kronberg und Königstein wird weiterhin für die Einwohner beider Kommunen benutzbar sein. Mit einer mehrheitlichen Entscheidung im Königsteiner Stadtparlament ist nun eine Einigung in der sensiblen Angelegenheit erzielt worden. Weil der Fußpfad das Gelände des Opel-Zoos durchschneidet, wurde lange Jahre um die Nutzung gerungen.

Grundlage der getroffenen Vereinbarung ist ein Vertrag, ausgehandelt zwischen Vertretern von Königstein, Kronberg und der „von Opel Hessische Zoostiftung“. Demnach können die Anrainer den Weg für die Dauer einer Stunde kostenlos begehen – jedoch nur während der Öffnungszeiten des Tiergeheges. Kontrolliert wird mit Hilfe einer Chipkarte. Der Vertragsabschluss ist an die Bedingung geknüpft, dass eine Zugangsmöglichkeit am westlichen Ende des Zoos, nahe der Kamel-Freifläche, geschaffen wird.

Eine Einigung wurde auch beim ebenfalls stark umstrittenen Thema Parkraum erzielt. Es ist dem Zoo nicht gestattet, den unregelmäßig genutzten und auf Wiesengrund gelegenen Behelfsparkplatz zu befestigen – eine Öffnung der Fläche ist auf maximal 20 Tage pro Jahr beschränkt. Zudem soll die Zooverwaltung ein Konzept zur „verbesserten und attraktiveren Anreisemöglichkeit mit Bus und Bahn“ vorlegen.

Was die Königsteiner Parlamentarier von CDU, SPD, FDP und Grünen auf den Weg gebracht haben, ist Streitfall seit Jahrzehnten. Geplante Übereinkünfte waren 2012 und 2015 gescheitert. Der im Rentbachtal und größtenteils durch die Kronberger Gemarkung verlaufende Weg hat historische Bedeutung für die beiden Vordertaunus-Kommunen. Aufgrund der steten Flächenausdehnung des sich aus privaten und selbst ermächtigten Anfängen entwickelnden Opel-Parks führt er mittlerweile an Gehegen mit Zootieren entlang. Öfter gab es Bestrebungen, den Philosophenweg gänzlich dem zoologischen Garten zuzuschlagen – was jeweils an dem Widerstand der Anwohner scheiterte.

Gegen die Vereinbarung stimmte die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK), die mit Blick auf den Vertrag von einer „Enteignung“ spricht. Neu definiert ist nun der Status des Wegs: Als Privatstück wird er zu einem Teil des Zoobereichs, bleibt aber im Eigentum der Stadt Kronberg.

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