+
Nicht gerade einladend: das Karree um die Konrad-Adenauerl-Anlage in Königstein.

Königstein

Mehr Parkplätze, weniger Verkehr

  • schließen

Das Karree um Kapuzinerplatz und Konrad-Adenauer-Anlage in Königstein soll neu gestaltet werden. Die Stadt will für Wohlfühlqualität sorgen.

Es klingt ein wenig wie die Quadratur des Kreises: Der Königsteiner Magistrat möchte das zentrale Karree rund um Konrad-Adenauer-Anlage und Kapuzinerplatz so umgestalten, dass der Verkehr abnimmt und weniger Autos zu sehen sind, gleichzeitig aber 51 zusätzliche Parkplätze entstehen. Darüber hinaus soll sich die Aufenthaltsqualität auf dem derzeit eher unwirtlichen Platz deutlich verbessern.

Mehr als vier Millionen Euro möchte die Stadtregierung für das Vorhaben unter dem Titel „Neue Stadtmitte“ in die Hand nehmen. Allein zwei Millionen sind für ein Parkdeck vorgesehen, das an der Ecke Adelheidstraße/Klosterstraße entstehen soll. Die 74 neuen Stellplätze sollen möglichst unter der Erde verschwinden, kündigt Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) an. „Man soll von außen nicht sehen, dass dort Autos parken.“ Hilfreich dafür ist die Hanglage des Geländes, darüber hinaus sollen Dach und Fassade bepflanzt werden.

Der Parkplatz an der gegenüberliegenden Ecke des Karrees (Hauptstraße/Georg-Pingler-Straße) bleibt erhalten, wobei die größere der beiden Flächen sogar noch etwas ausgeweitet werden, die kleinere jedoch einem Generationenspielplatz oder einer ähnlichen Nutzung weichen soll. Insgesamt werde die Neugestaltung inklusive Parkdeck für ein Plus von 51 Parkplätzen sorgen, rechnet Bürgermeister Helm vor.

Aber auch Fußgänger sollen das Areal künftig stärker nutzen. „Wir brauchen mehr Wohlfühlcharakter“, sagt der Rathauschef. Dafür sollen unter anderem ein bodengleicher Brunnen auf dem Kapuzinerplatz sowie ein Pavillon mit Bürgerbüro und Generationencafé sorgen – an der Stelle, an der sich jetzt ein Toilettenhäuschen befindet.

In der Hauptstraße möchte der Magistrat die Fußgängerzone ein Stück verlängern, indem der Bürgersteig verbreitert wird. Dadurch kämen überdies die Schaufenster der Geschäfte dort besser zur Geltung, hofft Helm.

Schöner werden soll auch die Georg-Pingler-Straße, die derzeit in erster Linie als Busstation dient. Geplant ist eine Baumreihe entlang der Häuserzeile. Wenn es nach ihm gehe, sollen die Busse künftig an der Parkseite halten – und auch nur dann, wenn sie tatsächlich Fahrgäste aufnehmen, erklärt der Bürgermeister. Dafür könnte an der Adelheidstraße eine Wartezone mit drei Haltebuchten eingerichtet werden. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Verkehrsrichtung im Vergleich zum jetzigen Zustand umgekehrt werde, räumt Helm ein. Das hätte für die Busfahrer den Nachteil, dass sie künftig die enge Kurve Georg-Pingler-Straße/Klosterstraße bergauf statt bergab fahren müssten.

Was die Verkehrsführung angeht, hat der Magistrat sich nicht endgültig einigen können. Ansonsten habe man aber in Sachen „Neue Stadtmitte“ nach einem Jahr intensiver Diskussion einen „größtmöglichen Kompromiss“ gefunden, betont Stadtrat Jörg Pöschl (CDU).

Nun werden die Stadtverordneten über den Entwurf beraten. Je nachdem, wie schnell das gehe, könnten die Bauarbeiten dann entweder 2020 oder 2021 beginnen, kündigt Leonhard Helm an. Dauern werden sie wohl mehr als ein Jahr.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare