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Der Bad Homburger Bahnhof. Die Stadt hätte hier gern mehr Verkehr.
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Der Bad Homburger Bahnhof. Die Stadt hätte hier gern mehr Verkehr.

Bahnhof Bad Homburg

Knotenpunkt oder Nirwana

  • Olaf Velte
    VonOlaf Velte
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Der Wille ist da, doch es fehlt am Geld: Ob sich der Bahnhof von Bad Homburg jemals zum Verkehrsknotenpunkt mausert, steht derzeit in den Sternen. Von Olaf Velte

Ob sich der Bahnhof von Bad Homburg jemals zum Verkehrsknotenpunkt mausert, steht derzeit in den Sternen. Der Wille ist da, es fehlt jedoch am Geld. Die diskutierten Verlängerungen der U2 von Gonzenheim in Richtung Innenstadt haben seit Jahrzehnten die Gemüter der Kommunalpolitiker bewegt. Ideen und Pläne gab es zuhauf, ebenso Streitereien und Verwerfungen.

Seit dem vergangenen Jahr ist eine Variante auf dem Tisch, die mittlerweile die meisten Fürsprecher gefunden hat: Eine 1,6 Kilometer lange U-Bahn-Trasse soll von der Gonzenheimer Haltestelle über die Frankfurter Landstraße und unter die S-Bahn-Brücke geführt werden und dann an den S-Bahn-Gleisen entlang zum Bahnhof gelangen. Dazu gehört ein 360 Meter langer Tunnel unter dem Dornbach entlang der Frankfurter Landstraße bis zur S-Bahn-Brücke.

Ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten bescheinigt dem Projekt einen volkswirtschaftlichen Nutzen, der bis zu 3,7 Mal größer sein soll als die Kosten von fast 29 Millionen Euro.Vor dem Hintergrund der geplanten Regionaltangente West (RTW) gewinnt die Verlängerung an Bedeutung. Nach dem Willen des Magistrats soll der Homburger Bahnhof zu einer Drehscheibe ausgebaut werden. Derzeit laufen Gespräche zwischen Stadt, Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und dem Hessischen Wirtschaftsministerium. Es geht um die benötigten Gelder.

"Die Finanzierung muss stehen, dann erst können Pläne öffentlich diskutiert werden", so Andreas Möring, Sprecher der Stadt.Strecke frühestens 2018 fertig Im vergangenen November haben Bad Homburg, Frankfurt, die Kreise Hochtaunus, Main-Taunus und Offenbach sowie der RMV die RTW Planungsgesellschaft gegründet. Sie soll das Mammutprojekt eines neuen Bahnnetzes zwischen Bad Homburg, dem Flughafen und Neu-Isenburg auf den Weg bringen.

"Wir koordinieren derzeit", sagt Geschäftsführer Peter Forst. Für das "umfangreiche Gesamtpaket" werde die europaweite Ausschreibung vorbereitet. Wenn alles gut läuft, könnten die Planungen bis Ende 2011 in trockenen Tüchern sein. Erst dann würden die Beteiligten entscheiden, ob die Regionaltangente gebaut wird oder nicht. Forst datiert den frühesten Baubeginn auf 2014, die Fertigstellung auf 2018. RTW-Ausbau und U2-Verlängerung sollen nach Möglichkeit "parallel durchgeführt" werden. Die Kosten für das komplette Paket lägen geschätzt bei 355 Millionen Euro.

Durch die Regionaltangente West können Homburg, Sossenheim, Praunheim, Eschborn, Höchst, Neu-Isenburg und der Frankfurter Flughafen direkt miteinander verbunden werden. 35 Minuten zum FlughafenSollten die Pläne Wirklichkeit werden, dann kommt dem kurstädtischen Bahnhof eine besondere Bedeutung zu "ein hochwertiger Knotenpunkt", wie Ernst Kleinwächter vom Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main sagt. Der Flughafen sei dann ohne Umsteigen, in 35 Minuten zu erreichen. Auch die Verbindung nach Höchst und in den Frankfurter Norden werde besser.

Als Leiter der Abteilung Verkehr hofft Kleinwächter auf eine Entlastung der Autoströme, die vom Taunus ins Rhein-Main-Gebiet drängen. Um das Angebot vollständig zu machen, sei die U2-Verlängerung wünschenswert. Denn noch ende die U-Bahn im "Nirwana". Wer vom Stadtteil ins Zentrum will, muss in den Bus umsteigen.

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