1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

So klingt Italien

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christina Franzisket

Kommentare

Hier wird fürs Jubiläumskonzert das „Tremolo“ geprobt.
Hier wird fürs Jubiläumskonzert das „Tremolo“ geprobt. © Michael Schick

Der Mandolinenclub Hofheim feiert sein 40-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert. Vorsitzender Markus Filzinger wird das Best of aus vierzig Jahren dirigieren.

Tremolo heißt das Geheimnis der Mandoline. Es bedeutet ein schnelles Aufeinanderfolgen der Klänge, ein Zittern, das sofort Erinnerungen an warme Sommerabende in Italien hervorruft.

Im Januar 1973 haben sechs Musiker, die eben diesen besonderen Klang liebten und spielen konnten, den ersten Mandolinenclub in Hofheim gegründet.

Heute, vierzig Jahre später, hat der Verein 60 Mitglieder. Zwanzig von ihnen spielen ihre Zupfinstrumente für das Cluborchester, das am Sonntag, dem 24. Februar, ein großes Jubiläumskonzert in der Stadthalle gibt. Seit einigen Jahren füllt das Orchester alle rund 800 Plätze in der Stadthalle. Und die Karten sind auch in diesem Jahr wieder begehrt: „Damit auch alle Fans einen Platz bekommen, verzichten wir auf die Vorbühne und stellen mehr Stühle auf“, sagt der erste Vorsitzende des Clubs Markus Filzinger, „Wir spielen ein Best of aus vierzig Jahren.“ Filzinger wird dirigieren.

Mediterranes Flair

Sein Vater Norbert und auch sein Onkel Klaus Filzinger waren Gründungsmitglieder des Clubs: „Ich bin mit dem Mandolinenspiel groß geworden“, sagt der Clubvorsitzende. Sogar sein Großvater habe schon Mandoline gespielt, ergänzt er und nimmt seine Mandoline, die in Taunusstein gefertigt wurde, in die Hände. Mit einem kleinen Blättchen zupft er die Saiten und sofort ertönt das unverkennbare Klimpern: „Das besondere an einer Mandoline sind die doppelten Saiten, mit ihnen wird das Tremolo erzeugt“, sagt er und spielt ein klassisches Mandolinenlied aus Italien, dem Ursprungsland des Instruments: „Der Klang versprüht dieses warme mediterrane Flair“, sagt Filzinger, „einfach herrlich.“

Da es kaum Stücke gebe, die für Mandoline komponiert worden sind, hat sich Mitbegründer und Ehrenvorsitzender Franz Köhler daran gemacht und während der vierzig Jahre währenden Vereinsgeschichte über 1000 Musikstücke für die Mandoline übersetzt: „Das ist eine großartige Leistung, sein Lebenswerk“, lobt Filzinger.

Großes Repertoire

Aus diesem riesigen Repertoire an Musikstücken schöpft das Orchester des Clubs: „Wir spielen nicht nur klassische Musik“, sagt Filzinger. Einige Mandolinenorchester, davon gebe es im Rhein-Main-Gebiet rund 30, versuchten dem klassischen Streichorchester Konkurrenz zu machen, erklärt Filzinger. Doch das sei nicht die Intention des Mandolinenclubs Hofheim: „Wir wollen unterhalten“, sagt der Musiker, „wir wollen die Distanz zwischen Orchester und Publikum aufheben.“

Als Franz Köhler in den neunziger Jahren das Orchester als Dirigent übernahm, habe er die Auftritte revolutioniert, so Filzinger: „Er hat unsere Auftritte durch kleine Showeinlagen und Gags zum besonderen Erlebnis gemacht“, sagt er, „er hat das Publikum miteinbezogen.“

Auch das Jubiläumskonzert soll ein Erlebnis für das Publikum werden, verspricht Filzinger. Das Orchester, in dem auch andere Zupfinstrumente gespielt werden, wird klassische Mandolinenstücke, aber auch Modernes wie ein Udo-Jürgens-Medley aufführen. Es soll Showeinlagen und Gags geben und „jede Menge Urlaubsstimmung“.

Das Jubiläumskonzert findet am Sonntag, 24. Februar, ab 16 Uhr in der Stadthalle Hofheim statt. Der Eintritt kostet 8 Euro, Karten sind im Bürgerbüro im Rathaus und an der Abendkasse erhältlich. Informationen zum Konzert unter www.mandolinen-club.de.

Auch interessant

Kommentare