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Der kleine Traum

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Von: Jürgen Streicher

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Jürgen Streicher ist Redakteur der Frankfurter Rundschau in Bad Homburg.
Jürgen Streicher ist Redakteur der Frankfurter Rundschau in Bad Homburg. © FR/Fickert

Endlich liegt sie vor - die entscheidene Genehmigung zum Bahnhofsumbau. Die Stadt kann jetzt zumindest einen kleinen Traum verwirklichen. Mehr aber auch nicht. Von Jürgen Streicher

Diesmal sind die Stadtplaner im Rathaus und der Bürgermeister ganz sicher. Alles liegt vor: eine baureife Planung, eine wasserdichte Genehmigung, der Zuschussbescheid. 15 Jahre lang hatte immer "nur eine Unterschrift" gefehlt, um das Jahrhundertprojekt Untertunnelung des Bahnhofvorplatzes und die damit verbundene Auflösung des Schienen-Knotenpunktes zu verwirklichen.

Gescheitert ist der große Traum an den immensen Kosten von mindestens 40 Millionen Euro, die am Ende keiner mehr zu schultern wagte.

Nun also liegt die entscheidende Genehmigung vor - vom Eisenbahnbundesamt. Die Stadt kann damit zumindest einen kleinen Traum verwirklichen. Mehr nicht - und doch so viel. Denn mit der PU-Ost gelingt, das zusammenzuführen, was seit 100 Jahren durch den Schienenstrang von U- und S-Bahn getrennt ist.

Der Ortsteil Bommersheim erhält für Fußgänger und Radfahrer eine Verbindung zur City, die durchgehend geöffnet ist. Und die Bahnsteige sind endlich auch für Rollstuhlfahrer, Kinderwagenschieber, Radler und Gehbehinderte problemlos erreichbar.

Ein kleiner Traum also. Denn Autos werden weiterhin den beschrankten Bahnübergang passieren. Und die Schranken werden weiterhin in Stoßzeiten mehr zu als auf sein. Das Verkehrsproblem auf der Nassauer Straße und die Anbindung an die Weingärtenumgehung samt Schallschutz für die Anwohner ist damit ebenfalls noch lange nicht gelöst. Da wird es noch um mehr als nur eine Unterschrift gehen.

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