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Klassik im Schloss

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Von: Olaf Velte

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Nach Jahren der Schließung wird die hoch gelegene Kranichsburg wieder zugänglich – außer für Konzerte, würden die renovierten Räumlichkeiten auch für Tagungen, Veranstaltungen und Feierlichkeiten zur Verfügung stehen.

Das Schloss zu Kransberg wird aufgetan. Nach Sanierung und Vorbereitungsarbeiten wird Eigentümer Sebahattin Özkan am 17. April mit einem neuen musikalischen Veranstaltungsreigen im Hochtaunus starten. Mittlerweile ist der Boden des Rittersaales wieder tragfähig und belastbar, die darunter liegende Ausschachtung als Weinkeller nutzbar gemacht.

Die Eröffnungsmatinee steht unter dem Titel „Romantisches Kransberg“: Ab 16 Uhr werden Sopranistin Patricia Freres und Romain Nosbaum am Flügel die „schönsten Lieder und Werke der Romantik“ präsentieren.

Um die erste Saison der „Schloss Kransberg Classics“ auf feste Fundamente zu stellen, hat sich der Schlossherr mit den Organisatoren Jörg Sauer und Helge Bartholomäus zusammen getan. Das klassische Angebot soll künstlerische Qualität und stimmungsvolles Schloss-Ambiente in Einklang bringen. „Schwerpunkt wird die menschliche Stimme sein“, so Jörg Sauer. Als Aufführungsorte können Rittersaal und – bei geeignetem Wetter – der Innenhof unterm Bergfried dienen.

Die Kompositionen von Mozart und Beethoven stehen am 17. Juni im Mittelpunkt, bevor das Kammerensemble Classic der Deutschen Oper Berlin im Taunus gastieren wird. Am 8. und 9. Juli widmet sich das berühmte Ensemble nebst Sängerin Patricia Freres ausgewählten Stücken von Verdi und Puccini, Bizet und Massenet. Beide Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr im ritterlichen Saal. Fest eingeplant sind zudem die Auftritte der Virtuosen Tatjana Blome, Sören Linke und Frank Lunte am 21. und 22. Oktober.

Nach Jahren der Schließung wird die hoch gelegene Kranichsburg damit wieder zugänglich – außer für Konzerte, so Özkan, würden die renovierten Räumlichkeiten auch für Tagungen, Veranstaltungen und Feierlichkeiten zur Verfügung stehen. Vorsorge haben die Betreiber für künftige Spielzeiten getroffen: So sollen – „mit Bezug zur Historie des Schlosses“ – Werke von Wagner und Strauss ebenso zu Gehör gebracht werden wie eine Hommage an Komponisten, deren Arbeiten im Nationalsozialismus verboten waren.

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