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Bei der Kita geht es voran

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Von: Fabian Böker

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Die Arbeiten sind schon im Gange.
Die Arbeiten sind schon im Gange. © Martin Weis

In Dornholzhausen wird gebaut / Zankapfel bei Diskussion um den Haushalt.

Die Diskussionen um den städtischen Haushalt sind nun schon einige Monate her, doch nun taucht ein Aspekt wieder auf: In Dornholzhausen laufen die Bauarbeiten für die neue Kindertagesstätte. Dass das wie geplant über die Bühne geht, war während des Hick-Hacks um den Etat noch bezweifelt worden. Nun wird die Kita gebaut, im kommenden Jahr soll sie fertig sein.

Es waren vor allem SPD, CDU und Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne), die sich angesichts des geplanten Haushalts – und des bevorstehenden Wahlkampfes – um den Kita-Neubau stritten. Von Seiten der Stadtverwaltung hieß es seinerzeit, dass ein blockierter Haushalt manches Bauprojekt verzögern werde, auch die Kita.

SPD und CDU widersprachen. Zum einen seien bereits im Haushalt 2014 zwei Millionen Euro für den Bau bereitgestellt, zum anderen schon im Frühjahr und Herbst des vergangenen Jahres erste Bäume gefällt worden. Damit habe das Projekt längst begonnen.

Dem hielt die Stadtverwaltung mit OB Michael Korwisi an der Spitze entgegen, dass die zwei Millionen Euro im Haushalt lediglich eine Verpflichtungsermächtigung und damit eine Bereitstellung von Geldern über das Haushaltsjahr hinaus seien; die Rodungen auf dem Gelände seien lediglich Vorarbeiten gewesen.

„Alles bleibt im Plan“

Nun hat sich die SPD noch einmal zu Wort gemeldet und erfreut zur Kenntnis genommen, dass es mit dem Bau vorangeht. Die Baugrube ist ausgehoben, das Fundament fast fertig. Elke Barth stellt fest: „Hier hat sich nichts verzögert und alles bleibt im Plan.“ Doch damit ist die nächste Diskussion nicht weit. Denn die SPD kann sich „nicht vorstellen, dass die Aufträge erst nach der Haushaltsverabschiedung vor sieben Wochen erteilt wurden“. Laut Barth müsse „alles längst beauftragt“ worden sein.

Stadtsprecher Andreas Möring widerspricht dieser Darstellung. Er sagt, dass die Ausschreibung veröffentlicht worden sei, nachdem sich im Dezember die Wogen etwas geglättet hätten und ein Zeitplan für die Verabschiedung des Haushalts näher gerückt war. Hätte die Diskussion noch eine Wendung genommen, so Möring, „hätte man jederzeit die Reißleine ziehen können“.

Abseits dieser Diskussionen geht es um den Neubau einer Kita für 164 Kinder. Plätze, die in Dornholzhausen dringend benötigt werden. Der Stadtteil erwartet einen vermehrten Zuzug junger Familien, da wird die Kinderbetreuung zu einem wichtigen Punkt auf der politischen Agenda. Daher werden beispielsweise die bestehenden Krippengruppen im Petrus-Valdes-Haus und eine Hortgruppe in der Bertha-von-Suttner-Straße nicht aufgelöst. Auch ein Schulkinderhaus ist geplant, auf dem Gelände der alten Feuerwache (die Frankfurter Rundschau berichtete).

Die neue Kita ist barrierefrei

Aber zurück zur Kindertagesstätte. Mark Reiffen, Projektleiter beim Hochbau, verweist auf einige Besonderheiten beim Bau. So wird das Gebäude barrierefrei errichtet; dafür sorgen unter anderem breite Türen und Aufzüge. Wichtig in diesem Zusammenhang, so Reiffen, sei aber auch die Tatsache, dass die Flure als Bewegungsfläche genutzt werden können, auch – aber nicht nur – von Kindern mit Behinderung.

Grund dafür ist ein Brandschutzsystem, das von jedem Raum einen direkten Weg nach draußen ermöglicht. „Die Flure dienen daher nicht als erster Fluchtweg, dort kann also Spielzeug stehen bleiben“, sagt der Projektleiter.

Neuland betritt die Hochbauabteilung in Sachen Nachhaltigkeit. Als erstes Gebäude in Bad Homburg und eine der ersten kommunalen Kitas in Deutschland unterliegt der Bau einem Bewertungsverfahren. Dabei müssen bestimmte Ziele erreicht werden wie die Nutzung nachwachsender Rohstoffe bei den Baumaterialien, Verzicht auf Dämmung durch Styropor oder die Vermeidung von Schadstoffen, zum Beispiel bei Möbeln. Auch muss es später problemlos möglich sein, das Gebäude anders zu nutzen. „Die Politik hört das gar nicht gerne, dass wir jetzt schon an das Ende denken“, so Reiffen, „aber das ist eben Nachhaltigkeit.“

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