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Rathaus Bad Homburg
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Rathaus Bad Homburg

Kommunalwahl in Bad Homburg

Kinder und Umwelt sind Wählern wichtig

Die FR ist auf die Straße gegangen. Das Ergebnis einer Umfrage in Bad Homburg zur Kommunalwahl: Jugendliche brauchen mehr Jobchancen, Kleinrentner mehr Geld.

Von Rolf Severing

Fünf Wochen vor den Kommunalwahlen am 27. März scheint die Wahlbereitschaft der Bad Homburger noch gering. „Das interessiert mich alles nicht!“, sagt eine junge Frau, die während der Straßenumfrage der Frankfurter Rundschau am Montagmorgen gerade mit ihrem Kinderwagen durch die Louisenstraße geht. Einige Befragte wundern sich sogar über den Aufwand, der um diese Wahlen betrieben werde, denn besonders bedeutsam seien die doch nicht. So entsteht der Eindruck, dass die Politikverdrossenheit auch auf der kommunalpolitischen Ebene angekommen ist.

Andere Bad Homburger haben den Termin der Wahlen offenbar noch nicht so recht realisiert. Der Gang zur Wahlurne erscheint ihnen deshalb noch weit weg, wird aber trotzdem fest eingeplant. „Ich gehe immer wählen, sonst darf man auch nicht schimpfen,“ sagt Marja Wätke (32).

Einige wissen auch schon sehr genau, was sie mit ihrer Stimme tun wollen. Wie zum Beispiel Rentner Willi Meinung (78): „Ich stimme für die SPD, in meinem Alter kann ich die anderen nicht mehr gebrauchen.“ Es ist jedoch nicht nur die ältere Generation, die sich um die sozialen Verhältnisse in der Gesellschaft sorgt.

Andrea Jensen (50) sieht derzeit große Defizite sowohl bei den Jobchancen für Jugendliche als auch in der Kinderbetreuung. Die Grünen oder die SPD seien deshalb ihre Favoriten bei den anstehenden Kommunalwahlen.

Doch wie sieht es mit der jungen Bevölkerung aus? Die Wahlbeteiligung der unter Dreißigjährigen ist in Deutschland generell eher gering, politisches Interesse gilt häufig als „uncool“. Doch junge Bewohner Bad Homburgs haben durchaus konkrete Vorstellungen von ihrer Stadt. Die solle sich weiterhin umweltpolitischen Themen verstärkt widmen, ohne dabei die soziale Machbarkeit der Projekte außer Acht zu lassen – so sieht es zumindest Christopher März (26), der sich dem sozialpolitischen Gedanken verpflichtet fühlt und deshalb die SPD in Front sehen möchte.

CDU und FDP haben offenbar nur wenige Anhänger unter den zufällig Befragten, und von ihnen wollen einige am Wahltag lieber zu Hause bleiben. „Normalerweise gehe ich immer wählen. Aber hier in Hessen ist das Wahlrecht so kompliziert, dass selbst ich als Jurist es nicht mehr durchschaue. Deswegen werde ich wahrscheinlich nicht wählen gehen“, so ein FDP-Mitglied. Ob sein Verhalten das Wahlrecht allerdings einfacher macht, lässt er offen.

Und erlebt die CDU ein zweites „Hamburg“ bei den anstehenden Kommunalwahlen? Angesichts der letzten Wahlergebnisse aus dem Jahr 2006 ist dies eher unwahrscheinlich. Die CDU errang damals in Bad Homburg 42,2 Prozent der Stimmen und ist seitdem mit 20 Sitzen die unangefochtene erste Kraft in der Stadtverordnetenversammlung. Die SPD kommt dagegen gerade einmal auf acht Sitze.

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