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Bei Oberursel stand einst eine der größten Keltensiedlungen Europas.
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Bei Oberursel stand einst eine der größten Keltensiedlungen Europas.

Oberursel

Keltendorf-Projekt wackelt

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Standort Hohemark fällt wohl aus/ Brum plädiert für günstigeren Info-Pavillon

Der Wasserschutz und Kosten in Millionenhöhe könnten die Pläne für einen Keltenerlebnispark in Oberursel platzen lassen. Die CDU hatte das Projekt in den vergangenen Monaten vorangetrieben, um in anschaulicher Form an das keltische Erbe der Stadt zu erinnern. Schließlich befand sich vor mehr als 2000 Jahren oberhalb der Hohemark eine der größten Kelten-Siedlungen im heutigen Deutschland.

In der Nähe des früheren Heidetränk-Oppidums würden die Christdemokraten denn auch gern ein Keltendorf mit Feuerstelle und Langhaus nachbilden lassen. Die Besucher sollen dort hautnah erfahren können können, wie die Kelten einstmals gelebt und gearbeitet haben.

Allerdings haben die Stadtwerke laut Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) nun ihr Veto gegen diesen Standort eingelegt. "Es steht ziemlich sicher fest, dass das Gelände aufgrund seiner Funktion als Wasserschutzgebiet wegfällt", so der Rathauschef. Die Stadt suche nun nach Alternativflächen, erklärt Brum. Wo die sein könnten, möchte er zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht sagen.

Ohnehin steht Brum der Erlebnispark-Idee eher skeptisch gegenüber. Haupteinwand: die hohen Kosten. "Die Investitionen werden im Moment auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommen die laufenden Betriebskosten", rechnet er vor.

Aus seiner Sicht könnte es gerne auch eine Nummer kleiner gehen. So habe er Gespräche mit dem Naturpark Hochtaunus und dem Taunus Touristik Service über einen Infopavillon in Sachen Kelten an der Hohemark aufgenommen. Ein abgestimmtes Konzept will der Rathauschef bereits für die kommenden Haushaltsberatungen vorlegen.

Es sei ohnehin vorgesehen, den ebenfalls an der Hohemark beginnenden Kelten-Rundwanderweg attraktiver zu machen, kündigt Brum an. Der Verein "Terra Incognita" werde nach der Sommerpause ein Konzept für dessen Umgestaltung vorlegen. Ziel ist es, durch ansprechendere Grafiken und eventuell kleineren Rekonstruktionen zusätzliche Besucher anzulocken. Das sei schon für eine Summe zwischen 150 000 und 200 000 Euro zu haben. "Und eine Umsetzung wäre im Jahr 2009 möglich", wirbt Brum.

Ob er damit auch die CDU überzeugen wird, ist fraglich. Die hat schon angekündigt, nach den Sommerferien ihre Vision eines Kelten-Erlebnisparks zu präsentieren und den Magistrat damit zu behauftragen, eine konkrete Projekt- und Budgetplanung vorzulegen.

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