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DRK-Jacken
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Freiwilliges Soziales Jahr

Keine Zeitverschwendung

Im Freiwilligen Sozialen Jahr arbeiten Jugendliche beim Roten Kreuz Hochtaunus im karitativen Bereich - und lernen dabei nicht nur einiges über ältere Menschen, sondern auch über sich selbst.

Von Rolf Severing

Die Bad Homburgerin Anna Schreier (19) betreut in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) Senioren mit Demenz im Café Rotkehlchen. In der DRK-Einrichtung spricht sie mit Menschen, die ihre eigene Realität besitzen und lernt dabei viel über sich selbst. Sie ist sich sicher: Das FSJ ist keine Zeitverschwendung.

Anna Schreier stammt aus Thüringen und hat nach ihrem Abitur im Jahr 2009 zwei Semester studiert. Doch ihr Studiengang „Internationale Betriebswirtschaftslehre“ stellte sie auf Dauer nicht zufrieden. „Die ganzen Rechnungen führen immer nur zu abstrakten Ergebnissen. Mir fehlte der zwischenmenschliche Aspekt bei der Arbeit“, resümiert Anna über ihre Zeit an der Universität.

„Meine beste Freundin hat mir dann Mut dabei zugesprochen, noch einmal etwas Neues auszuprobieren. Also bin ich mal auf die Internetseite vom DRK gegangen“, erzählt Anna. Dort konnte sie zwischen verschiedenen Angeboten wählen und sie entschied sich für das Café Rotkehlchen.

Viermal in der Woche betreut sie dort nun Senioren, zu denen sich teilweise eine regelrechte „Enkel-Beziehung“ aufbaut. „Man muss sich für die Menschen wirklich interessieren und ihre Wirklichkeit teilen. Nur dann kann man ein Lächeln zaubern“, gibt Anna zu bedenken.

Auf sich selbst gestellt sind die jungen Helfer dabei nicht. Anna: „Natürlich gibt es auch viele schwierige Situationen, mit denen ich konfrontiert werde. Aber einmal in der Woche gibt es eine Reflexionsrunde, wo wir unsere Sorgen besprechen können.“ Die Arbeit im sozialen Bereich wurde für Anna so zu einer wertvollen Erfahrung. „ Bei mir hat alles gut geklappt und ich habe meinen Berufswunsch im FSJ entdeckt“, sagt die junge Thüringerin. Sie arbeitet mittlerweile auch noch an der Grundschule in Dornholzhausen, in der sie Integrationshilfe leistet.

Anna erachtet das FSJ daher als eine sinnvolle Orientierungshilfe für Schulabgänger: „Man bindet sich nicht endgültig an einen Beruf, sondern hat Zeit, die eigenen Interessen zu entdecken.“

Der Bedarf an Freiwilligen ist sehr groß. „Seit dem Wegfall des Zivildienstes haben wir immer mehr Probleme, genügend Helfer für unsere Einrichtungen zu finden“, sagt die Leiterin des Café Rotkehlchen, Ingrid Eisner (58). Momentan sind 14 FSJ-Kräfte beim DRK im Hochtaunuskreis beschäftigt. Eisner hofft auf weitere junge Menschen wie Anna, die von ihrem Engagement sagt: „Ich habe mit dem FSJ wirklich alles richtig gemacht.“

Aktuell offeriert der Sportverein SG Blau-Weiß Schneidhain in Königsstein eine FSJ-Stelle. Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0151/40266167 oder im Internet unter www.bw-schneidhain.de.

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