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Keine Spur von Kreditklemme

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Raiffeisenbank legt weiter zu.

Von Jürgen Streicher

Die Raiffeisenbank will auch in Zukunft den Kredithahn auf „offen“ stellen. Dies kündigte der Vorstandsvorsitzende Achim Brunner am Freitag bei der Vorstellung der Zahlen für das Jahr 2012 an. „Kreditklemme? Nein, danke“ lautet ein Slogan der Genossenschaftsbanker. Die einzige örtliche Bank konnte das schon als gut bewertete Jahresergebnis 2011 im Kreditvolumen noch einmal um 10,6 Prozent auf fast 192 Millionen Euro steigern. Etwa 40 Prozent davon entfallen auf den privaten Bereich, gut 51 Millionen Euro wurden an Neukrediten ausgezahlt. Schnelle Entscheidungen bei Kreditwünschen nennt der Vorstand als wichtigen Aspekt bei der Stabilisierung der heimischen Wirtschaft.

Kundenkredite sind für Brunner der „Treiber“ im Tagesgeschäft der „Bank des Mittelstands“. Ausfälle im Kreditbereich habe es nicht gegeben, die Raiffeisenbank habe im harten Wettbewerb mit den Bankenriesen um Privatkunden erneut Marktanteile dazugewonnen. Bei den Privatkunden sorgte die Nachfrage nach Baukrediten für Wachstum, fast zehn Millionen Euro mehr als im Vorjahr wurden in dieser Sparte umgesetzt. Und die Nachfrage nach Immobilien steige weiter, trotz zum Teil stark gestiegener Preise. Eine „Überhitzung“ im Immobiliensektor sieht Brunner noch nicht.

„Außerordentlich zufrieden“ ist der Vorstand mit dem Geschäftsergebnis 2012. Die durchschnittliche Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp fünf Prozent auf 260,2 Millionen Euro gestiegen, die Kundeneinlagen wuchsen um 3,6 Prozent auf 179,5 Millionen. Wichtigste Spalte aber bleibt für den Banker die Anzeige des Betriebsergebnisses. Ein Jahresüberschuss von 3,5 Millionen Euro steht da, 1,2 Millionen mehr als 2011. Die Mitarbeiter profitieren von einem Bonus von bis zu 1,15 Monatsgehältern.

Als Dividende inklusive Mitgliederbonus sollen insgesamt 148 500 Euro ausgeschüttet werden. Das 2010 eingeführte Mitglieder-Bonus-Modell sieht der Vorstand als Erfolg an, den Mitgliederschwund (knapp 130 weniger als 2011 auf jetzt 4870) als „geplanten Rückgang“ (Brunner). Belohnt werden im Bonus-System die Häufigkeit und das Volumen der Zusammenarbeit mit der Bank, bis zu elf Prozent Rendite sollen dann möglich sein. Von den zeitweilig 5000 Mitgliedern der Genossenschaftsbank hätten mehr als 2000 nie Geschäfte mit dem Geldinstitut getätigt.

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