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Die Mädels legen Hand an beim Girls‘ Day.
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Die Mädels legen Hand an beim Girls‘ Day.

Hochtaunus

Keine Scheu vor „Männerjobs“

25 Schülerinnen lernen beim Girls‘ Day in der Agentur für Arbeit technische Berufe näher kennen.

Von Ida Katnic

Fasziniert beobachten zwölf Mädchen im Alter von 11 bis 15, wie Schmiedemeister Dirk Velte aus ein paar Metallteilen mit einer Zange in Minuten eine Rose modelliert. Velte betreibt in Oberursel eine Metallmanufaktur und ist am Donnerstag in die Agentur für Arbeit nach Bad Homburg gekommen, um zum bundesweiten „Girls Day“ junge Frauen für das Metallhandwerk zu begeistern.

Der Karrieretag für Mädchen ab der 5. Klasse wurde 2001 ins Leben gerufen und soll Schülerinnen motivieren, einen Blick in Berufe und Studiengänge aus den Bereichen IT, Handwerk, Naturwissenschaft und Technik zu werfen. Die Bad Homburger Agentur für Arbeit beteiligt sich dieses Jahr zum zweiten Mal an dem Schnuppertag.

„Dieser Tag soll nur einen Anstoß zur Berufsorientierung geben. Gespräche mit Freunden, Eltern und einem Berufsberater sind wichtig, genauso wie ein Praktikum“, sagt Heinrich Blumenstein von der Agentur. Neben Workshops und Infoveranstaltungen gibt es jedes Jahr auch einen praktischen Teil, bei dem sich Ausbilder aus der Region vorstellen. Dieses Jahr liegt der Fokus auf der Metallbranche. Bei der Berufswahl der Frauen habe sich in den letzten Jahren nicht viel g-ändert, bedauert sie. Mädchen würden sich immer noch scheuen, in Berufe einzusteigen, die mit Verarbeitung und Technik zu tun haben.

Auch schwinge bei vielen das Vorurteil mit, dass man den ganzen Tag im Blaumann rumlaufe müsse und sich ständig schmutzig mache. Wenn überhaupt, sagt Schubert, wären Mädchen in Schreinereien, Tischlereien und in Architekturbüros zu finden, denn dort sei Kreativität gefragt.

Für nächstes Jahr plant sie eine Veranstaltung zum Boys Day und möchte Aus-bilder aus sozialen Berufen einladen. Die insgesamt 25 Schülerinnen, die diesmal in die Agentur für Arbeit gekommen sind, dürfen sich bei Dirk Velte selbst am Modellieren einer Rose ausprobieren und das Kunstwerk am Ende mit nach Hause nehmen.

Für die 15-jährige Amy Wappler ist das Arbeiten mit Metall ungewohnt, denn im Werkunterricht in der Schule werde meist Holz verwendet. Das sei leichter zu verarbeiten als Metall. Beruflich wäre es zwar nichts für sie, Spaß gemacht habe es trotzdem. Nach ihrem Schulpraktikum beim Tierarzt, könnte sie sich vorstellen, in diesem Bereich zu arbeiten.

Am Nebenstand zeigt Maschinenbaumeister Walter Gernhard mit seinem Mitarbeiter André Freitas, wie Halterungen für Spritzenpumpen für den medizinischen Sektor zusammengebaut werden. Eine Arbeit, die viel Geduld und Fingerspitzengefühl er-fordert, denn die Halterungen werden mit viele kleinen Schrauben zusammengehalten und müssen so justiert werden, dass sie beweglich bleiben. Unter dem kritischen Blick von André Freitas versucht sich die Schülerin Antonia Gebauer daran. Die 14-Jährige findet es zwar interessant, aber beruflich vorstellen könnte sie sich das nicht. Ihr schwebt etwas anderes vor: Sie würde später lieber einen Beruf im Bereich Design ergreifen.

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