1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

Keine neuen Unterkünfte

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andrea Herzig

Kommentare

Sozialdezernent Dieter Kraft (Grüne) findet, es werde zu wenig für die Obdachlosen getan. Die CDU ist da anderer Meinung.

Die CDU greift Sozialdezernent Dieter Kraft (Grüne) in einer Pressemitteilung an. Man könne die Unterstellung Krafts, es werde zu wenig für die Unterbringung von Obdachlosen in der Stadt getan, nicht nachvollziehen, heißt es.

Die CDU bezieht sich dabei auf eine Äußerung Krafts im Sozialausschuss in der vergangenen Woche. Dort hatte der Dezernent gemahnt, dass es zu wenig Wohnraum für Obdachlose gebe. Obdachlose sind laut Kraft Bürger Bad Homburgs, die unter anderem nach Räumungsklagen keine Bleibe mehr haben und von der Stadt untergebracht werden müssen. Zur Not in Hotels, wenn die Stadt keinen Raum mehr zur Verfügung habe. Diese Gruppe wachse, sagt Kraft, die Verweildauer auch. 49 Plätze hat die Stadt an zwei Standorten, 48 Plätze sind belegt. Menschen zwischen 30 und Mitte 60 wohnen dort. Kraft schätzt den weiteren Bedarf in der Stadt auf 20 Zimmer. Anträge auf entsprechende Mittel wurden im Haushalt für 2017 nicht berücksichtigt, so Kraft.

Unter den Menschen in den zwei Unterkünften der Stadt gebe es keine Geflüchteten, sagt Kraft. Für Wohnungslose, sie sind in der Regel keine Homburger Bürger, gebe es ein Haus am Mühlenberg, wo diese Menschen einige Tage bleiben könnten.

Die CDU macht Kraft für die lange Verweildauer in den Obdachlosenunterkünften verantwortlich. Auch die Verantwortung für den Mangel an Wohnraum sieht sie in früheren Legislaturperioden beim Bündnis unter Ex-OB Michael Korwisi (Grüne). Die Bebauung des Vickers-Areal sei nicht umgesetzt worden. Hier und in der Bebauung des Krankenhausareals sieht die CDU Priorität. Es soll preiswerter Wohnraum mit einer guten Durchmischung entstehen. Neue Obdachlosenunterkünfte seien hingegen das falsche Signal, den Menschen müsse „vor Ort geholfen werden“, rät die CDU.

Auch interessant

Kommentare