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Oberursel

Keine Chance

Die Stadt Oberursel besitzt schon seit vielen Jahren kein richtiges Kino mehr. Deswegen zieht es Oberurseler nach Frankfurt und Kronberg.

Oberurseler Cineasten müssen nach Frankfurt und Umgebung ausweichen. Die Meinungen darüber sind geteilt. Besonders die jungen Oberurseler verlangen nach einem städtischen Kino. Die Frage nach dessen Zukunftsfähigkeit bleibt jedoch offen. „Das Kinopolis in Frankfurt ist ja nicht weit weg. Da brauchen wir doch nicht extra ein Kino hier“, sagt Rolf Zimmermann (58) aus Oberursel. Und auch Joanna Malitowicz (33) legt keinen besonderen Wert auf ein Filmtheater in ihrer Stadt: „Ich arbeite in Frankfurt. Danach kann ich dort jeden Abend die Vorstellungen besuchen.“

Doch nicht alle Einwohner Oberursels haben diese Möglichkeit, vor allem nicht die jüngeren. „Man muss immer die Eltern fragen, ob sie einen ins Kino fahren. Das nervt“, sagt Laura Maier (17). Natürlich können Kinogänger auch mit der Bahn nach Frankfurt fahren, aber Yasmina Galach (14) sagt: „Eine Fahrt nach Frankfurt kostet vier Euro, das ist für mich ganz schön teuer. Mit dem Zug fahr ich außerdem so spät nicht mehr gerne.“ Elisabeth Jörgens (16) meint daher: „Ein kleines Kino müsste es hier auf jeden Fall geben. Da müssten ja auch nicht alle Filme laufen.“

Die Oberurseler Bevölkerung würde ein neues Filmtheater vermutlich befürworten. Doch Bürgermeister Hans-Georg Brum (55) hat Bedenken: „Natürlich ist es bedauerlich, das ein Kino in Oberursel fehlt. Aber kommerzielle Kulturangebote sind hier schwer zu etablieren. Das ist schon mal schiefgegangen.“

Tatsächlich existierten in der Stadt bereits kleinere Kinos, aber sie hatten keinen dauerhaften Erfolg. So wurden zum Beispiel die Filmvorführungen in der Oberurseler Stadthalle sehr schlecht nachgefragt und im Jahr 2001 deshalb eingestellt.

Andere Kinos in der Region werden von den jungen Oberurselern eher gemieden. „Ich fahr eigentlich immer nach Frankfurt ins Kino. Nach Kronberg oder Bad Homburg zieht mich nichts“, meint der Student Gianluca Ciarlo (20). Katharina Schumacher (14) prustet vergnügt: „Warum gibts denn in Kronberg ein Kino?“( prrs)

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