Schmitten

Kein Schnellschuss bei Sommerrodelbahn

  • Olaf Velte
    vonOlaf Velte
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Bürgermeister Kinkel soll nicht länger verhandeln/Initiative erstellt Fragenkatalog.

Das Thema Sommerrodelbahn reißt Gräben auf. In der Taunusgemeinde Schmitten gehen die Meinungen zu der geplanten Freizeitanlage am Feldberghang weit auseinander. Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) soll nach dem Willen des Unabhängigen Bürgerblocks (UBB) keine Verhandlungen zur Sache mehr führen.

In seinem Antrag zur Gemeindevertretersitzung am 6. Februar wirft UBB-Fraktionsvorsitzender Bodo Maxeiner dem Rathauschef mangelnde Sachlichkeit vor – ein anderes Mitglied des Gemeindevorstandes müsse künftig mit Rodelbahn-Investor Josef Wiegand verhandeln. Der Bürgermeister hatte vor wenigen Wochen das Projekt abgelehnt und damit viel Kritik aus politischen Kreisen geerntet.

„Ich habe meine persönliche Meinung kundgetan“, sagt Kinkel, der das Konzept als nicht geeignet für die Wohnkommune Schmitten bezeichnet. Als Bürgermeister habe er abzuwägen, welche Entwicklungen sinnvoll für die Gemeinde seien. Mangelnde Sorgfalts- und Dienstpflicht lasse er sich nicht vorwerfen. „Zudem verstößt der UBB-Antrag teilweise gegen die Hessische Gemeindeordnung.“ Derzeit dringt die Mehrheit der Parlamentarier auf den Entwurf eines Pachtvertrags. Kinkel warnt vor einem Schnellschuss: „Da ist vieles zu berücksichtigen.“ Währenddessen haben sich 114 Schmittener einer Petition des Vereins Feldberginitiative angeschlossen. Sie fordern, dass im Pachtvertrag alle Gemeinde-Interessen abgesichert werden müssen. Unter anderem soll sich die Pacht an den zu erwartenden Einnahmen orientieren – „mindestens 100000 Euro erscheinen realistisch“.

Rodelbahnbetreiber Wiegand wird zudem aufgefordert, nähere Angaben zu geplanten Attraktionen und Gastronomie-Angeboten zu machen. Dringlich sei auch die Frage nach dem Parkraum.

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