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Dieser Blick wird sich den Freibad-Besuchern der Zukunft bieten, wenn das Projekt klappt.
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Dieser Blick wird sich den Freibad-Besuchern der Zukunft bieten, wenn das Projekt klappt.

Oberursel

Kein Bad ohne Sportplatzverkauf

Bürgermeister Brum kritisiert die Bürgerinitiative für den Erhalt des Altkönig-Sportplatzes. Die Turn- und Sportgemeinschaft bekommt Ersatzflächen angeboten.

Von Jürgen Streicher

Der Magistrat macht geschlossen Front gegen die Bürgerinitiative, die für den Erhalt des Altkönig-Sportplatzes und gegen eine Villen-Bebauung dort wirbt. Der Verkauf des Geländes sei „wichtig, notwendig, alternativlos“, so Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und Sozialdezernent Dieter Rosentreter (FDP) gestern in einer gemeinsamen Erklärung. Wer die Initiative unterstütze, befürworte gleichzeitig das „endgültige Aus für ein modernes Frei- und Hallenbad“. Und trage zum „Sterben“ von mindestens zwei Vereinen, dem Schwimmclub und der DLRG, bei.

Seit der Grundsatzentscheidung für den Schwimmbad-Neubau steht der Verkauf städtischer Grundstücke zur Debatte, auf Kredit soll das inzwischen mindestens 15-Millionen Euro teure Projekt nicht finanziert werden. Weil der Verkauf des Schwimmbad-Parkplatzes nur ein Drittel der vermeintlichen Baukosten einbringen würde, haben die Planer das Filetstück erweitert. Mit dem angrenzenden Sportplatz an der Altkönigstraße können nun 3,2 Hektar Wohnbauland verkauft werden. Aufgrund der guten Lage wird mit Netto-Einnahmen von mindestens 13 Millionen Euro kalkuliert. Ein städtebauliches Konzept liegt längst vor, es geht um 35 Gebäude auf 30 Grundstücken mit 46 Wohneinheiten. Laut Brum gibt es bereits 160 Kaufinteressenten, potenzielle Architekten und Bauträger stünden Schlange im Rathaus.

Politisches Störfeuer nennen die Verfechter die Aktivitäten der Kritiker des Sportplatz-Verkaufs, die Botschaft ist klar: der Schwimmbad-Traum, ein Projekt von „enormer Bedeutung für die Stadt“ (Brum), ist ausgeträumt, wenn die Wohnbebauung nicht gelingt. „Beide Entscheidungen gehören zusammen.“ Die Fakten sind längst geschaffen, die Tage des Sportplatzes trotz der Proteste gezählt. Er wird schon bald geräumt, um für den Hessentag vorbereitet zu werden. Im „Hessen-Palace“ wird dort etwa der Tigerpalast gastieren. Danach wird der Sportplatz nicht mehr für die öffentliche Nutzung freigegeben.

Den Nutzungsvertrag für den Sportplatz mit der TSG Oberursel werde die Stadt in den nächsten Tagen kündigen, sagte Brum gestern. Ihr soll ausreichend alternative Nutzungsfläche zur Verfügung gestellt werden, vornehmlich in der neuen Turnhalle der Grundschule Mitte, die im Juni fertig sein soll.

Mindestens die Hälfte der Nutzungszeit außerhalb der Schul-Turnzeiten soll der TSGO zugutekommen. Dies wolle die Stadt in Absprache mit dem Kreis als Schulträger erreichen. Zudem könne der Verein Open-Air-Sportanlagen im Sportzentrum Bleibiskopfstraße und auf der Stierstädter Heide nutzen.

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