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Die Jury braucht Sitzfleisch

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Von: Götz Nawroth-Rapp

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200 junge Streicher und Pianisten sind beim Mendelssohn-Wettbewerb angemeldet. Die Jury braucht daher Sitzfleisch. Nach einer Pause im vergangenen Jahr soll in diesem Jahr auch wieder ein Preisträgerkonzert in Oberursel stattfinden.

Der Mendelssohn-Wettbeweb für junge Musiker erfreut sich ungebrochener Beliebtheit – die Anmeldefrist für den Nachwuchs endet am heutigen Donnerstagabend. In je sechs Kategorien und Altersklassen messen sich auch bei der 17. Auflage des Wettbewerbs Pianisten und Streicher ab dem Kindesalter. Die beiden Vorspielwochenenden und eines der Preisträgerkonzerte werden in Kronberg-Oberhöchstadt ausgerichtet. Nach einer Pause im vergangenen Jahr soll in diesem Jahr auch wieder ein Preisträgerkonzert in Oberursel stattfinden, sagt Initiator Nils P. Graf Lambsdorff. Knackpunkt sei 2015 die erhöhte Miete für die Stadthalle gewesen, so dass als Ausweichort Bad Homburg gewählt wurde.

Nun aber gab es ein „Gentlemen’s agreement“ mit Bürgermeister Hans-Georg Brum, das eine Rückkehr nach Oberursel ermöglichen soll. Die städtische Wirtschaftsförderung solle bei der Suche nach heimischen Unternehmen helfen, die als Sponsoren in Frage kämen. Die Stadt hilft also, ohne in die eigene Tasche greifen zu müssen.

Schon über 200 Anmeldungen

Eine Fördermitgliedschaft beim Verein gibt es für Unternehmen ab 150 Euro, so dass auch kleinere Firmen ein Engagement erwägen könnten. Mit bereits mehr als 200 Anmeldungen zum Wettbewerb warten im Mai lange Wochenenden auf die Jury.

Zu den Preisrichtern, die beim Vorspielen Sitzfleisch beweisen müssen, gehört Boris Levantovich. Der Konzertpianist und Kammermusiker stammt aus dem Ural und verfügt über eine mehr als 30-jährige Konzerterfahrung. Auch Jurykollege Benjamin Brainman ist Konzertpianist, darüber hinaus auch Dirigent und Musikpädagoge. Brainman ist langjähriger Leiter der Jugendmusikschule in Schwalbach. Marat Dickermann ist Mitglied der Streicher-Jury und stammt aus Kiew. Neben zahlreichen Konzerten auf internationalen Bühnen hat Dickermann, Jahrgang 1946, auch viele Aufnahmen für Rundfunkanstalten eingespielt. Von Graf Lambsdorff wurde er angesprochen, um für den Wettbewerb eine Verbindung zum Hessischen Rundfunk aufzubauen.

Graf Lambsdorff richtete den Wettbewerb erstmals 2000 unter dem Namen Robert-Stolz-Wettbewerb aus. Eine Anmeldung zum Mendelssohn-Wettbewerb ist für Teilnehmer bis zum Jahrgang 1995 heute noch online möglich. Studenten der Musikhochschulen und Akademien sind von der Teilnahme ausgeschlossen, es sei denn, sie besuchen noch eine allgemeinbildende Schule.

Alle Informationen und das Anmeldeformular gibt es online auf der Seite mendelssohn-wettbewerb.de.

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