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Katrin Hechler freut sich auf den Hochtaunuskreis.
Katrin Hechler freut sich auf den Hochtaunuskreis. © Storch

SPD schlägt Südhessin Katrin Hechler als Kreisbeigeordnete vor

Von Martina Propson-Hauck

Die SPD hat gestern Katrin Hechler öffentlich als Kandidatin für das Amt der Kreisbeigeordneten im Hochtaunus vorgestellt. Die 43-jährige Südhessin aus Zwingenberg im Kreis Bergstraße ist seit ihrer Schulzeit politisch aktiv, seit 15 Jahren in der Kommunalpolitik. Gegenwärtig ist die diplomierte Volkswirtin Erste Stadträtin der 7000-Einwohner-Stadt Zwingenberg und Fraktionschefin der Sozialdemokraten im Kreistag Bergstraße.

Auch als Landratskandidatin ist sie dort bereits angetreten, unterlag 2009 allerdings dem Amtsinhaber. Für den Hochtaunuskreis vorgeschlagen hat sie Petra Fuhrmann, die Hechler seit Jahren aus der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) kennt. Ende des Jahres läuft die Amtszeit der beiden Kreisbeigeordneten Uwe Kraft (CDU) und Wolfgang Müsse (FDP) aus. Laut Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD, die seit 2011 die Regierung im Hochtaunuskreis stellen, hat die SPD das Vorschlagsrecht für das Amt des Kreisbeigeordneten. Gewählt werden soll im Sommer im Kreistag, frühestens sechs Monate vor Amtsantritt am 1. Januar 2014.

Hechler stellt sich am 27. April auf dem Parteitag des SPD-Unterbezirks zur Wahl. „Wir wollen unseren Mitgliedern vorher die Möglichkeit zur Diskussion geben“, sagte Stephan Wetzel, der Vorsitzende des Unterbezirks. Gemeinsam mit seinen Stellvertretern Petra Fuhrmann und Karl Heinz Krug stellte er Hechler gestern der Presse vor.

Schwerpunkt Sozialpolitik

Bei der Suche nach einer Idealbesetzung für die Stelle sei es wichtig gewesen, jemand Jüngeren zu finden, damit es die Perspektive einer möglichen Wiederwahl gebe, betonte Wetzel. Außerdem sei für das Amt große politische Erfahrung gefragt. Den Absprachen in der CDU/SPD-Koalition zufolge soll die Kreisbeigeordnete als Dezernentin für die Sozialpolitik zuständig sein, ein Schwerpunkt Hechlers. An dritter Stelle des Profilkataloges nannte Wetzel, dass man gerne eine Frau wollte: „Wir würden es gerne sehen, wenn die SPD die erste Partei wäre, die im Hochtaunuskreis eine Frau auf einer herausgehobenen Position platzieren könnte.“ Nach Auskunft von Petra Fuhrmann gibt es gegenwärtig nur in vier hessischen Landkreisen Frauen in hauptamtlichen Positionen.

Hechler ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ihre Familie sei mit einem Umzug einverstanden, sagte sie. Mit Thorsten Schäfer-Gümbel, dem SPD-Landesvorsitzenden, hat sie gemeinsam vor Jahren im Vorstand der Jusos gearbeitet. Seit der Regierungsbeteiligung der SPD im Hochtaunuskreis war das Sozialdezernat von Müsse an Kraft gefallen. Bei der Neubesetzung will die SPD es zurückhaben. Müsse fehlt eine Mehrheit zur Wiederwahl.

Kreisbeigeordnete werden für sechs Jahre gewählt, also über die nächste Kommunalwahl hinaus. Der nach der Koalitionsbildung zunächst als künftiger Kreisbeigeordneter gehandelte Kreistagsvorsitzende Manfred Gönsch (SPD) kandidiert jetzt für den hessischen Landtag. Der Kreistagsvorsitz fällt 2014 zurück an die CDU.

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