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Zum Jugendchor statt zu DSDS

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Nach dem Erfolg mit dem Jugend-Sinfonieorchester startet der Hochtaunuskreis nun auch eine Initiative für Sänger.

Von Martina Propson-Hauck

Junge Mädchen, die gut singen können, träumen davon, bei DSDS als Superstar entdeckt zu werden. Singende Jungs gründen eine Rockband. Nun will der Hochtaunuskreis die 14- bis 25-Jährigen für den Chorgesang begeistern. Analog zu dem Anfang des Jahres ins Leben gerufenen Jugend-Sinfonieorchester soll nun auch ein Jugend-Chor Hochtaunus starten.

„Chorgesang“ – das klingt für die meisten Jugendlichen nach einer eher „uncoolen“ Freizeitbeschäftigung. „Wir hoffen auf Stimmen, die entdeckt werden wollen“, sagt Claus-Peter Blaschke, Vorsitzender des Sängerkreises Hochtaunus und Initiator. Die besten Nachwuchsstimmen sollen gemeinsam singen und das verstaubte Image von Chören aufpolieren helfen. Viele Traditionschöre haben schon jetzt Nachwuchssorgen, andere leisten bereits hervorragende Jugendarbeit, berichtet Blaschke.

Die Stimmen der Jugendlichen sollen aufgebaut, gefördert und gepflegt werden. Dazu gibt es ausgewiesene Experten als Dozenten: Die künstlerische Leitung hat Jan Schumacher, Leiter des Vokalensembles „Camerata Musica Limburg“ und des Chores der TU Darmstadt.Zur Stimmbildung sind zwei Dozentinnen von der Hochschule für Musik in Frankfurt eingestellt. Pädagogisch betreut werden die Jugendlichen von Veronika Bauer, Leiterin des „LaCapella“ Mädchenensembles.

Wer dabeisein will, muss bei einem zehnminütigen Vorsingen der Jury Gnade finden; es findet an zwei Wochenenden im Februar 2011 statt. Im April werden die Noten für die einzelnen Stimmen verteilt, im Juni wird eine Woche lang in der Jugendherberge Bad Homburg geprobt. In zwei Konzerten zeigen die Jugendlichen im Anschluss ihr Können.

Die Arbeit mit dem Jugendchor Hochtaunus kostet 27000 Euro. Zum Teil wird das aus Erlösen der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis finanziert. Außerdem sollen die Einnahmen der Aktion „Singen bewegt“ in das Projekt fließen. Das Konzert gibt der Hessische Sängerbund am 2. Oktober um 19.30 Uhr in der Christuskirche in Oberursel. Dort tritt unter anderem der Landesjugendchor Hessen auf, dem ambitionierte junge Chorsängerinnen und Sänger ebenfalls beitreten können, wenn sie sich im KreisChor bewähren.

Die Initiatoren sind sich einig darin, dass der Chor keine Konkurrenz zu den vorhandenen Chören bilden soll. Teilnehmer könnten das Gelernte auch dorthin zurücktragen.Den Vorteil eines Chores im Gegensatz zu einem Orchester sieht Veronika Bauer darin, dass man nicht erst jahrelang üben muss, bevor man in einem Ensemble dabeisein kann; auch Anfänger seien willkommen.

Anmeldeformulare in den Schulen, Infos auch unter 06172/9994610 oder unter www.hochtaunuskreis.de/kultur.

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