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Landgraf-Ludwig-Schule

30 Jahre Hausaufgabenhilfe

Seit 30 Jahre helfen Ehrenamtliche den Kindern an der Landgraf-Ludwig-Schule bei den Hausaufgaben. Allerdings: Zunehmend fehlen die Mitstreiter. Von Martina Propson-Hauck

Von Martina Propson-Hauck

Wenn Oberbürgermeisterin Ursula Jungherr heute rund 50 Frauen und einige wenige Männer im Gotischen Haus empfängt und bewirtet, so ist das ein kleiner Ausdruck des Dankes für 30 Jahre unermüdliche ehrenamtliche Arbeit.

Sie haben sich in wechselnder Besetzung an der Landgraf-Ludwig-Schule um die Kinder gekümmert, denen zu Hause niemand dabei hilft, die Hausaufgaben zu bewältigen. Vor einigen Jahren hatte die Hausaufgabenhilfe noch den Zusatz "für ausländische Kinder". "Die meisten haben heute einen deutschen Pass", sagt Gabriele Lindhof, Leiterin der Hausaufgabenhilfe. Doch manchmal spricht ein Elternteil nicht gut deutsch, der andere muss den ganzen Tag arbeiten, beide Elternteile sind berufstätig oder leben getrennt.

Jeden Nachmittag von Montag bis Donnerstag von 14.30 bis 16 Uhr finden 20 Kinder in den Räumen ihrer Schule Frauen und zwei Männer, die ihnen dabei helfen, die Probleme mit den Hausaufgaben zu bewältigen und so auch immer selbstbewusster zu werden. Dass die meisten der Frauen in der Hausaufgabenhilfe heute selbst schon Großmütter sind oder alte Eltern zu betreuen haben, macht es immer schwieriger für Gabriele Lindhof, genügend Helferinnen zu finden. Deshalb würde sie sich enorm über neue Gesichter freuen, auch wenn der "verlässliche Stamm" längst nicht ans Aufhören denkt.

Ihren Ursprung fand die Hausaufgabenhilfe vor 30 Jahren im Diskussionskreis Taunus. Damals haben einige kluge Frauen und Männer erkannt, dass vor allem die Migrantenkinder mit ihren Schul- und Sprachproblemen nachmittags oft auf sich gestellt waren. Damals waren Modelle wie Ganztagsschule und Betreuungszentren noch Utopie. Doch auch 30 Jahre später ist die ehrenamtliche Hilfe immer noch nötig.

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