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Digitalisierung im Klassenzimmer ist eines der Leitthemen für die kommenden Jahre.

Hochtaunus

IT-Berater für das Klassenzimmer

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Der Schulentwicklungsplan wirbt für Digitalisierung und einen neuen Campus.

Alle Verantwortungsträger des Hochtaunuskreises waren sich einig: Der von 2019 bis 2024 gültige Schulentwicklungsplan ist vom Kreistag einstimmig beschlossen worden. Die seit 20 Jahren eingeschlagene Linie soll fortgesetzt und zudem zeitgemäß interpretiert werden.

Obwohl eine Prognose zu künftigen Schülerzahlen nicht seriös geliefert werden kann, rechnen die Planer aufgrund von Baulandentwicklungen mit „erheblichen Verschiebungen im Vergleich zu bisherigen Erhebungen“. Schon die „derzeit leicht steigenden“ Zahlen machen den Umbau an diversen Grundschulen nebst „Anpassung von Schulbezirken“ notwendig.

Demnach stehen bei Hardtwaldschule Seulberg, Grundschule Königstein, Geschwister-Scholl-Schule (Steinbach), Astrid-Lindgren-Schule (Usingen), Grundschule am Urselbach (Oberursel), Ketteler-Francke-Schule und Maria-Scholz-Schule (beide Bad Homburg) jeweils Vermehrungen der Klassenzüge ins Haus.

Einer der „Kernelemente“ des Zukunftsszenarios betrifft das Vorantreiben der inklusiven Beschulungsmöglichkeiten. In den Blick genommen wird hier die Homburger Maria-Scholz-Schule, wo der Förderschulzweig durch eine „Sprachheil-Abteilung“ ersetzt werden soll. Die bisherigen Sprachheilklassen der Jahrgänge 5 und 6 wird es dann nicht mehr geben.

Erst wenige Tage ist es her, dass die neue Hans-Thoma-Schule an der Oberurseler Mainstraße eröffnet wurde – jetzt als Einrichtung mit dem Schwerpunkt „Lernen und körperlich-motorische Entwicklung“. Oberursel dürften weitere Veränderungen in der pädagogischen Landschaft bevorstehen. Weil dort die Gymnasiumsplätze kaum ausreichen, soll die Erich-Kästner-Schule in eine kooperative Gesamtschule mit gymnasialen Eingangsklassen umgewidmet werden. Sie gilt als Baustein für einen geplanten Campus „Oberursel-Bleibiskopf“, auf dem sich künftig auch zwei Berufsschulen und die Volkshochschule befinden sollen. Um die Berufsorientierung zu erleichtern, hat die Kreisverwaltung ein enges Zusammenwirken von allgemeinbildenden und beruflichen Bildungsstätten zu einem Schwerpunkt erkoren.

Erklärtes Ziel ist daneben eine Ausweitung der Ganztagesangebote. An drei Grundschulen ist seit 2017 / 18 unter Mitwirkung von Land und Kommune das Projekt „Pakt für den Nachmittag“ installiert. Weitere sollen folgen. Um den schulischen Alltag auch digital auf die Höhe der Zeit zu bringen, hat sich im Landratsamt eine „IT-Beratungsgruppe“ zusammengefunden. Die Mitglieder wollen unterstützen, geeignete Empfehlungen zur jeweils benötigten Ausstattung geben und Schulungen durchführen. Begleitet werden die Anstrengungen von dem Medienzentrum des Hochtaunuskreises und der hessischen Lehrkräfte-Akademie.

Was mittlerweile unter dem Motto „Schulen für das 21. Jahrhundert“ segelt, hat seine Ursprünge im Jahr 2000. Seitdem sind kreisweit rund 800 Millionen Euro in den Sektor „Bildung“ geflossen. Investitionen für Neubauten, Sanierungen und Ausstattungen.

Schul-Planung

Der Schulentwicklungsplan des Hochtaunuskreises für die kommenden fünf Jahre wurde am Montag vom Kreistag beschlossen. Das Planungswerk ist 448 Seiten stark.

Drei „Leitthemen“ sollen die pädagogische Richtung vorgeben: Digitalisierung, inklusive Beschulung und Ganztagesangebote. Berücksichtigt sind Prognosen zur weiteren Entwicklung der Schülerzahlen.

In Oberursel ist die Schaffung des Schulcampus „Bleibiskopf“ angedacht. Zudem sollen einige Lerneinrichtungen umorganisiert werden. Unlängst hat in Oberursel die für 28,2 Millionen Euro neu erbaute Hans-Thoma-Schule ihren Betrieb aufgenommen.

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