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„Irgendwo versumpft“

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Der Präsident des TSGO Rolf Vaupel spricht im Interview über die Absage beim Sporttag und die 150-Jahr-Feier des Vereins.

Der Kultur- und Sportförderverein Oberursel (KSfO) veranstaltet einen großen Sporttag und ausgerechnet die TSGO ist nicht dabei. Was ist los?

Das muss an uns vorbeigegangen sein, ist irgendwo versumpft. Es ist wohl eine Mail vom KSfO gekommen. Eine Mitarbeiterin der Geschäftsstelle hat sie beantwortet und unsere Teilnahme abgesagt, weil wir alle Kräfte bündeln für das große Jubiläum im kommenden Jahr.

„Unser Ort treibt Sport“ lautet das Motto – ohne die TSGO, den mit 3800 Mitgliedern größten Verein in der Stadt. Geht das?

Normalerweise nicht. Aber jetzt wird es wohl so sein müssen. Im Januar ist schon der Winterball, dann kommt die 150-Jahr-Feier mit einer großen Veranstaltung im März. Wir können nicht überall dabei sein. Viele Gruppen üben schon für das große Fest im Frühling, bei dem sich alle Abteilungen präsentieren werden.

Eine hätte den Veranstaltern beim Sporttag gereicht. Ist das nicht eine Ohrfeige für den KSfO, wenn die TSGO sich verweigert?

Nein, so darf man das nicht sehen. Es ist halt irgendwie im Erdboden versunken.

Jubiläum hin oder her, für eine kleine Performance müsste es doch reichen. Beachhandball etwa oder irgendein anderer Trendsport.

Machen die Handballer etwas? Ich weiß es nicht. Der Verein ist so groß geworden, es ist nicht mehr so wie mit 500 Mitgliedern.

Was darf die Sportstadt Oberursel denn zum Jubiläum der TSGO erwarten?

Wir planen einen Marathon zum Hessentag. Das ist aber noch nicht endgültig, es stehen noch Verhandlungen mit Sponsoren aus. Die Handballer wollen eine Nationalmannschaft einladen. Da wird einiges kommen, da sind alle Abteilungen beansprucht.

Ein Marathon auf der Hessentagsstraße?

Das wohl nicht, aber ein Lauf durch die ganze Stadt.

Interview: Jürgen Streicher

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