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Initiative für Pharmafirmen

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Bad Homburg will sich als Gesundheitsstandort weiterentwickeln und die Medikamentenindustrie zu sich locken. Die Frankfurter Goethe-Universität hilft, zwischen Kommune und Branche zu vermitteln.

Von Martina Propson-Hauck

Die Kurstadt soll als Motor für eine Initiative des Landes Hessen dienen, den Standort Rhein-Main für die Pharmaindustrie zu stärken. Unter dem Titel „House of Pharma“ haben die Initiatoren der Initiative vom Fachbereich Pharmazie der Frankfurter Johann Wolfgang-Goethe Universität im Dezember im Bad Homburger Forschungskolleg Humanwissenschaften bereits erstmals Pharma-Unternehmer getroffen.

Die Initiative soll die Zusammenarbeit zwischen privater Wirtschaft, Forschungseinrichtungen und öffentlicher Hand stärken.

Die Rhein-Main-Region konkurriere hierbei mit Wettbewerbsregionen wie London und Basel, sagte Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD) gestern vor Journalisten. In Bad Homburg sind mit Fresenius, Lilly, Medapharma, Hemopharm und Almirall mehrere große Pharmakonzerne und -unternehmen angesiedelt. Die städtische Wirtschaftsförderung möchte den Gesundheitsstandort noch weiterentwickeln.

Im vergangenen Jahr habe man es außerdem geschafft, das IT-Unternehmen Dimension Data in Bad Homburg anzusiedeln und Amadeus Germany in der Kurstadt zu halten. In diesem Jahr will die AAM Europe GmbH, ein Automobil-Zulieferer, Verwaltung und Betrieb in die Bad Homburger Siemensstraße verlegen, teilte Stefan Wolf von der städtischen Wirtschaftsförderung mit. Die Ansiedlung von Unternehmen sei wichtig, um weiter von hohen Gewerbesteuereinnahmen profitieren zu können. Krug hat deshalb seit seinem Amtsantritt vor knapp einem Jahr fast 80 Unternehmen persönlich besucht und ausführliche Gespräche geführt. Wichtiges Thema für die Unternehmen sei die Kinderbetreuung, sagte Stefan Wolf von der städtischen Wirtschaftsförderung.

Kritisch äußerte sich Krug zur geplanten Neuordnung der Wirtschaftsförderung in der Region: Die Austritte des Landes, von Wiesbaden und Hanau aus der FrankfurtRheinMain GmbH, die den Wirtschaftsstandort vermarktet, habe die Gesellschaft deutlich geschwächt. International werde nicht Hessen wahrgenommen, sondern die Region Frankfurt/Rhein-Main. „Es ist nicht hilfreich, dass das Land hier jetzt den Stecker zieht“, sagte Krug. Am Budget der FRM ist Homburg mit einem Prozent beteiligt.

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