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Idee für Möbel-Franz-Gelände

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CDU und FWG wollen auf dem Möbel-Franz-Gelände in Hochheim barrierefreie Geschosswohnungen errichten lassen.

Auf dem Möbel-Franz-Gelände soll ein barrierefreier Geschosswohnungsbau entstehen. Den entsprechenden Antrag wollen die Fraktionen der CDU und der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) in der kommenden Woche gemeinsam in die Stadtverordnetenversammlung einbringen.

Das Gelände, auf dem sich zuletzt das Möbelhaus Franz befand, kaufte die Stadt vor über zehn Jahren zum hohen Preis von rund 1000 Mark pro Quadratmeter. Seitdem zerbrechen sich Hochheims Politiker den Kopf, welche Nutzung des Areals, laut FWG-Fraktionsvorsitzenden Eric Müller ein „Filetstückchen“, angemessen sei.

Anfangs träumte die CDU noch von einem Hotel und einer Stadthalle mit Schwimmbad. Auf die Frage, was bei diesem Plan schief gegangen sei, rollen beide Fraktionsvorsitzenden Müller und Adam Bösz (CDU) nur mit den Augen. „Es war ein ewiges Gezacker“, erinnert sich Müller.

Preis für Pflegeheim zu gering

Bis heute ist noch nicht entschieden, was aus dem „Filetstückchen“ wird – und der Druck aus der Bevölkerung wächst: „Wir müssen entscheiden“, so Müller.

Der Markt habe sich mit der Zeit verändert, sagt Bösz. Ein gleicher Wert für Grund und Boden sei heute nicht mehr zu erzielen. Deshalb stieß die erste Idee, dort ein Pflegeheim zu errichten, auf wenig Begeisterung. Es gebe bereits ein Überangebot im Kreis und rechtliche Vorgaben ließen nur einen geringen Verkaufspreis zu: „Dann müssten wir das Gelände zum Schleuderpreis verkaufen“, sagt Bösz. Mit einem barrierefreie Geschosswohnungsbau, der durch einen Investor frei finanziert würde, sei immerhin noch ein Preis von rund 400 Euro pro Quadratmeter möglich. Außerdem wachse wegen der alternden Bevölkerung in der Stadt der Bedarf nach barrierefreiem und betreutem Wohnen.

Dadurch, dass Ältere ihren Wohnraum zugunsten des barrierefreien Wohnens aufgäben, entstünde zudem finanzierbarer Wohnraum für junge Familien. Die Fraktionen versprechen sich Wachstum für die Stadt und wollen einen möglichst hohen Kaufpreis zugunsten des städtischen Haushalts erzielen. (cfr.)

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