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Werner Hof hat die FDP von Bad Homburg verlassen. 

Bad Homburg

Hof verlässt Bad Homburger FDP-Fraktion

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Nach Meinungsverschiedenheiten erklärt der 73-jährige Wolfgang Hof seinen Austritt. In Stadtparlament und Partei will er aber bleiben.

Bis vor Kurzem war Wolfgang Hof noch ihr Vorsitzender, nun ist der 73-Jährige ganz aus der FDP-Fraktion im Bad Homburger Parlament ausgetreten. Stadtverordneter werde er aber bleiben, kündigte der 73-Jährige im Gespräch mit der FR an, ebenso wie Parteimitglied.

Als Grund für seinen Rückzug aus der Fraktion führt er inhaltliche Differenzen an, aber auch den Umgang mit anderen Meinungen bei den Liberalen. Speziell bei den Themen Golfplatz-Ausbau und WTA-Tennisturnier im Kurpark hatte Hof in öffentlichen Stellungnahmen eine andere Auffassung vertreten als die Mehrheit seiner bisherigen Fraktion. Die neue Fraktionsspitze habe jedoch eine einheitliche Abstimmung angemahnt. Hof spricht von „Fraktionszwang“.

Hofs Nachfolger als FDP-Fraktionsvorsitzender, Philipp Herbold, weist diesen Vorwurf zurück. „Von einem Fraktionszwang war nie die Rede“, betont der 36-Jährige. Und es habe bei strittigen Themen auch keinen „Maulkorb“ gegeben.

„Selbstverständlich versuchen wir in der Fraktion, Einigkeit bei der Abstimmung über die Tagesordnungspunkte der Stadtverordnetenversammlung zu erzielen“, ergänzt der FDP-Vorsitzende Rudolf Pietzke, „aber niemand wird zu einer bestimmten Stimmabgabe gezwungen.“

Aus Sicht von Herbold und Pietzke wäre es konsequent, wenn Wolfgang Hof nun auch sein Stadtverordnetenmandat niederlegen würde. Schließlich habe er es über die Liste der Partei erlangt. Das sieht dieser jedoch anders. „Ich bin vom Bürger gewählt.“ Die FDP-Fraktion besteht nun aus vier Mitgliedern. Nach Informationen der FR dürfte sie sich aber noch weiter verkleinern.

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