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Louisa Nielsen ist die Laternenkönigin für 2019.

Bad Homburg

Laternenfest von Bad Homburg unter neuer Regie

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Louisa I. wird zur Königin des Bad Homburger Laternenfests gekürt. Die 23-Jährige ist somit das Gesicht von einem der größten des  Volksfeste im Rhein-Main-Gebiets.

Mit rund 400.000 Besuchern an vier Tagen ist das Bad Homburger Laternenfest eines der größten Volksfeste im Rhein-Main-Gebiet. Und das soll nach dem Willen der Verantwortlichen auch so bleiben. Hinter den Kulissen wird sich in diesem Jahr aber Wichtiges ändern: Erstmals kümmert sich die städtische Kur- und Kongress Gesellschaft (KUK) gemeinsam mit dem Laternenfestverein um die Organisation der viertägigen Open-Air-Party, die immer am fünften Wochenende nach dem 1. August in der Bad Homburger Innenstadt steigt.

Bislang hatte sich die Stadtverwaltung selbst um die administrativen Aufgaben gekümmert, also um Verträge mit den Schaustellern, die Vergabe von Standplätzen oder behördliche Genehmigungen. Genau das war aber auch das Problem.

Eine interne Untersuchung habe bemängelt, dass sich bei dieser Konstruktion Organisations- und Genehmigungsbehörde unter dem gemeinsamen Dach des Rathauses befinden. Daraufhin habe man beschlossen, die Aufgaben zu trennen, teilt Stadträtin Lucia Lewalter-Schoor (SPD) mit, die für das Ordnungsamt zuständig ist.

Im besten Fall werden die Besucher davon gar nichts merken, hofft Kurdirektor Holger Reuter. Deshalb habe man sich für dieses Jahr auch die städtische Mitarbeiterin „ausgeliehen“, die seit Jahren federführend für die Laternenfest-Organisation verantwortlich ist. Sie soll die KUK-Mitarbeiter einarbeiten, die dann ab dem kommenden Jahr die Regie übernehmen. Aber auch davor ist Reuter nicht bange. „Wir verfügen bereits über einige Kompetenz im Veranstaltungsmanagement“, sagt der Kur-Direktor. Etwa beim Homburger Sommer, der drei Wochen lang ein täglich wechselndes Programm auf diversen Bühnen bietet.

Feiern mit E-Laterne. 

Auch die Verantwortlichen des Laternenfest-Vereins sind zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit der KUK ähnlich gut funktioniert wie mit der Stadt. „Was die Kompetenzen angeht, gibt es ohnehin keine Änderung“, sagt der Vorsitzende Gerhard Scheuer. So wird sich der Verein weiterhin um die beiden Festzüge, das Abschlussfest oder das Kinderprogramm kümmern. 30 Personen umfasst das Organisations-Team. „Das ist so leicht nicht von anderen nicht zu leisten“, sagt Scheuer selbstbewusst.

Das gilt auch für alles, was mit der Laternenkönigin zu tun hat. Mit der 23 Jahre alten Louisa Nielsen hat die zuständige Jury die Regentin für 2019 bereits gekürt. Die Kirdorferin habe die Kriterien von den sechs Bewerberinnen am besten erfüllt, begrünet Gerhard Scheuer die Wahl. Entscheidend sei dabei vor allem um das Auftreten in der Öffentlichkeit.

Mit der Wahl habe sich für sie ein „Mädchentraum“ erfüllt, sagt die 23-Jährige, die es beruflich bereits zur Leiterin einer Bankfiliale gebracht hat. Louisa Nielsen ist aber auch familiär vorbelastet – schließlich war bereits ihre Mutter Christina 1989 Laternenkönigin. Auch die ungewöhnliche Schreibweise ihres Namens verweist auf die enge Beziehung der Familie zu Bad Homburg. Sie ist abgeleitet von der Louisenstraße, der zentralen Einkaufs- und Festmeile der Stadt.

Am meisten freue sie sich auf die beiden Umzüge, sagt Louisa I.. Als Kind sei sie mit den Minis des Carnevalvereins Heiterkeit selbst mitgelaufen, später habe sie der Festkolonne am Kirdorfer Kreuz vom Straßenrand aus zugeschaut. „Oben auf dem Wagen zu sitzen, ist jetzt noch mal ein ganz anderes Gefühl.“

Das Fest 

Das Laternenfest beginnt in diesem Jahr am Freitag, 30. August, und endet am Montag, 2. September. Die Veranstalter erwarten rund 400 000 Besucher.

1935 wurde das Fest erstmals veranstaltet, 1951 die erste Laternenkönigin gekürt.

Weitere Infos: www.laternenfest.de

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