Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Oberursel

Hoffnung auf den Runden Tisch

Nächste Woche wollen die Akteure im Streit um FIS-Sporthallen weiterkommen

Von Jürgen Streicher

Mit fast tausendfachem Protest im Hintergrund ist gestern die Bürgerinitiative „Rettung und Schutz des Stadtwaldes am Hans-Rother-Steg“ bei Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) im Rathaus angerückt. Die Forderung der Initiative, die Frankfurt International School (FIS) solle ihre geplanten Sporthallen auf ihrem eigenen Gelände bauen, haben laut Brum 931 Menschen unterschrieben. Sein Fazit nach der Begegnung: „Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind, eine gemeinsame Lösung zu finden.“

Wie diese aussehen könnte, bleibt bisher nebulös, da sich alle Teilnehmer des Runden Tisches in Sachen Sporthallenbau, die sich am 7. Februar zur zweiten Runde treffen wollen, zum Schweigen verabredet haben, bis die gemeinsame Lösung gefunden ist. Zahlreiche Varianten sind in der Prüfung, laut Brum müssten sich aber „alle Beteiligten bewegen“, um den gesuchten Kompromiss zu finden. Die FIS, die „verzweifelt an Vorschlägen arbeite“, sei dazu bereit, in der Verantwortung stünde aber auch die Bürgerinitiative.

Sie werde auch kompromissbereit sein, sagte deren Sprecher Wolfgang Körner gestern nach dem Besuch im Bürgermeister-Büro. Die Grenzen aber seien abgesteckt. „Die FIS kann bauen so viel sie will, aber auf ihrem eigenen riesigen Gelände. Über alles, was nicht die Zerstörung von Schutzwald bedeutet, können wir reden.“ Es gebe gut realisierbare Alternativen zur Rodung von Schutzwald, auf und auch außerhalb des Schulgeländes. Nach dem Studium der über 200 Seiten Planungsunterlagen müsste sich dies auch den anderen Verhandlungspartnern am Runden Tisch erschließen.

Verkehr und Sporthalle

Wie der Bürgermeister-Kompromiss aussehen könnte, wollte Brum mit Rücksicht auf die Verhandlung am 7. Februar und später in einer dritten Runde noch nicht darlegen. „Ich gehe von einer gemeinsamen Lösung für die Verkehrsproblematik an der FIS und den Sporthallenbau aus“, sagte Brum gestern.

Eine schnelle Lösung wird es nicht sein, erst im zweiten Quartal sei damit zu rechnen, hieß es schon nach dem ersten „Runden Tisch“ im Dezember. Das Treffen von Bürgerinitiative und Schule, Stadt und Naturschutzverbänden war die Reaktion auf das Auftauchen eines Exposés, in dem die Schule plötzlich auch ein 10000 Quadratmeter großes Waldstück am Hans-Rother-Steg außerhalb ihres 65000-Quadratmeter-Geländes als Fläche für einen Neubau zweier Sporthallen ins Gespräch brachte. Dies war zuvor auf Schulgelände geplant.

Die Stadt will das Projekt nicht bremsen, in den parlamentarischen Fraktionen winden sich die Sprecher. Klare Antworten sind Mangelware, immer ist vom Kompromiss die Rede. Nur Grüne und OBG haben bisher konsequent gegen einen Sporthallenbau auf Waldboden votiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare