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Steinbach ist Spitzenreiter bei der Grundsteuer B. 

Bad Homburg

Höhere Steuern

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Der Bund der Steuerzahler vergleicht Hebesätze im Hochtaunuskreis.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen hat die aktuelle Steuerpolitik der Städte und Gemeinden im Hochtaunuskreis analysiert. „Unser Vergleich aller Steuersätze zeigt, dass die meisten Steuerzahler im Hochtaunuskreis 2019 durchatmen können. Dass es aber längst nicht überall rosig aussieht, zeigt der Anstieg des Kreisdurchschnitts der Grundsteuer B um 15 Prozentpunkte“, so Joachim Papendick, Vorsitzender des hessischen Steuerzahlerbunds. Von den 13 kreisangehörigen Städten und Gemeinden steigerten im Jahr 2019 fünf mindestens eine kommunale Steuer. Positiv zu bewerten ist, dass Kronberg die Grundsteuer B senkte.

Wie schon in den vergangenen Jahren verlangt Bad Homburg mit 385 Prozent den höchsten Gewerbesteuerhebesatz, dicht gefolgt von Glashütten, Königstein, Neu-Anspach und Oberursel, wo jeweils 380 Prozent aufgerufen werden. Dagegen werden die Gewerbesteuerzahler in Friedrichsdorf, Kronberg, Usingen und Wehrheim mit 357 Prozent am wenigsten belastet. In diesem Jahr drehte Grävenwiesbach mit einem Plus von 40 Punkten am stärksten an der Steuerschraube und verlangt nun 370 Prozent. Auch Steinbach erhöhte die Gewerbesteuer um zehn Punkte auf nun 370 Prozent und Wehrheim um sieben Punkte auf jetzt 357 Prozent. Dadurch stieg der Kreisdurchschnittswert im Vergleich zum Vorjahr um fünf Punkte auf jetzt 369 Prozent an.

Insgesamt drei Kommunen erhöhten die Grundsteuer B. Grävenwiesbach schraubte den Hebesatz um 110 Punkte auf nun 490 Prozent. Auch in Steinbach (+70 Punkte auf 650 Prozent) und Wehrheim (+40 Punkte auf 365 Prozent) wurde die Steuer angehoben. Nur in Kronberg senkte die Stadt die Steuer um 30 Punkte auf aktuell 470 Prozent. Den Spitzenplatz im Landkreis belegt seit diesem Jahr Steinbach mit 650 Prozent. Den zweithöchsten Hebesatz verlangt der bisherige Spitzenreiter Oberursel mit 595 Prozent. Dahinter folgen mit je 540 Prozent Königstein und Neu-Anspach. Am wenigsten werden die Steuerpflichtigen in Bad Homburg belastet, wo der Hebesatz 345 Prozent beträgt. Der Durchschnittswert des Landkreises liegt 2019 bei dieser Steuer bei 478 Prozent und damit 15 Punkte höher als im vergangenen Jahr.

Vier von 13 Hochtaunus-Kommunen verzichten derzeit vollständig auf die finanzielle Beteiligung der Anwohner an der Straßensanierung: Bad Homburg, Friedrichsdorf, Oberursel und Wehrheim. 

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