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Die Ruine stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Kulturdenkmal

Hochtaunus: Geld für Ruine Landstein

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Die alte Kirchenruine Landstein im Hochtaunus kann saniert werden, weil es Zuschüsse von Land und Bund gibt.

Der Naturpark Taunus kann mit der Sanierung der Kirchenruine „Unsere Liebe Frau vom Landstein“ in der Nähe von Weilrod beginnen. Das Landesamt für Denkmalpflege hat Förderbescheide über Bundes- und Landesmittel in einer Gesamthöhe von 380 000 Euro überreicht.

„Die Förderung von Seiten des Bundes und des Landes sichert die finanzielle Basis der Sanierung und zeigt zugleich die herausragende Bedeutung dieses Kulturdenkmals“, freut sich Landrat Ulrich Krebs (CDU), der dem Zweckverband Naturpark Taunus vorsitzt.

Die Gesamtkosten für denkmalpflegerische Arbeiten werden auf etwa 660 000 Euro beziffert. Außer Bund und Land beteiligt sich auch der Hochtaunuskreis mit einem Zuschuss; hinzu kommen Eigenleistungen vom Naturpark und von der Gemeinde Weilrod. Fehlende Mittel sollen durch weitere Zuschüsse und Spenden aufgebracht werden.

Das Sanierungskonzept sieht eine behutsame Konservierung und Sicherung der noch erhaltenen Mauerreste vor. Die bauhistorischen und archäologischen Voruntersuchungen, die dazu angestellt wurden, haben überraschende Erkenntnisse hervorgebracht. So konnte jetzt der Ursprungsbau einer Kapelle nachgewiesen werden, die im Lauf des 15. Jahrhunderts zweimal bis auf die jetzigen Ausmaße der Kirche erweitert wurde.

Die denkmalgerechte Sanierung ist der erste Schritt, um die Kirchenruine Landstein zu einem kulturellen Erfahrungsort zu machen. Im Anschluss sollen weitere Arbeiten folgen, zum Beispiel eine landschaftsarchitektonische Gestaltung des Areals sowie die Bereitstellung von Infrastruktur für Veranstaltungen durch Parkplätze und ein kleines Servicegebäude.  

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