Hochtaunuskreis

Historischer Ortskern soll schöner werden

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Stadt will Förderprogramm nutzen.

Steinbachs „Neue Mitte“ rund um das Bürgerhaus ist in den vergangenen Jahren schmuck hergerichtet worden. Bis 2023 kann das noch weitergehen. So lange läuft das Förderprogramm „Soziale Stadt“, bei dem Bund und Land zwei Drittel der Kosten übernehmen. Ähnliches schwebt Bürgermeister Steffen Bonk (CDU) und Bauamtsleiter Alexander Müller nun auch für den historischen Ortskern um die Sankt Georgskirche vor. Das Areal habe eine Menge Potenzial, werde zurzeit jedoch „unter Wert gehandelt“, findet Bonk. „Der alte Ortskern ist derzeit nicht richtig erlebbar“, ergänzt Müller.

Um das zu ändern, wollen die Verantwortlichen im Rathaus erneut ein Förderprogramm nutzen. Aus eigener Kraft könne Steinbach die nötigen Mittel nicht aufbringen, sagt Rathauschef Bonk. Das Programm „Lebendige Zentren – städtebaulicher Denkmalschutz“ bietet ähnliche Konditionen wie die „Soziale Stadt“.

Ein enormer Vorteil sei, dass sich ein Großteil der Gebäude, die sich um die Georgskirche gruppieren, in städtischem Eigentum befinden. „Das ermöglicht uns Handlungsoptionen“, sagt Müller. Mit der Kirchengemeinde hätten sie noch nicht über die Pläne gesprochen, räumen Bonk und Müller ein. Bislang handele es sich ja auch nur um eine Ideensammlung.

Ohnehin sei eine Voraussetzung für die Teilnahme an dem Förderprogramm ein integriertes städtebauliches Konzept (Isek), das konkrete Ziele und Schritte festlegt. Auch die Beteiligung der Bürger sei vorgesehen.

Das Gebiet, das die Verantwortlichen für eine Aufwertung ins Auge gefasst haben, ist deutlich größer als der eigentliche historische Ortskern. Es erstreckt sich von der Oberhöchstädter Straße bis zur Altkönigstraße sowie von der Straße Am Alten See bis südlich der Bahnstraße.

Gastronomie gewünscht

Aus dem Förderprogramm werden auch Privateigentümer unterstützt, die Gebäude von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung auf Vordermann bringen wollen. Über die Chancen, an den Fördertopf von Bund und Land zu kommen, möchte der Bürgermeister nicht spekulieren. Bei einem Gespräch im hessischen Wirtschaftsministerium sei jedenfalls signalisiert worden, dass sich die Steinbacher Ortsmitte gut dafür eigne.

Der Vorsitzenden des Gewerbevereins, Boris Jatho, würde eine Bewerbung begrüßen. Eine Aufwertung der historischen Mitte könne auch den Freien Platz beleben. „Dort fehlt zurzeit der Frequenzbringer.“ Wichtig sei dazu auch ein gastronomisches Angebot mit Außenflächen.

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