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Hilfe für Lubumbashi

  • Olaf Velte
    VonOlaf Velte
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Wehrheim Die Evangelische Gemeinde unterstützt ihre Partnerkirche im Kongo mit Spenden

Pfarrer Matthias Laux spricht von einer „gewachsenen Beziehung“ und zeigt sich von den zurückliegenden Wochen tief beeindruckt. Wieder einmal hatten Mitglieder der Evangelischen Kirche Wehrheim ihre Partnerkirche in Afrika besucht. Spendengeld soll dort auch in Zukunft ermöglichen, dass verschiedene Projekte umgesetzt werden.

Seit 1975 sind die Wehrheimer mit der Kirche Ceba im Südosten der Demokratischen Republik Kongo verbunden – offiziell abgesegnet wurde die Partnerschaft vierzehn Jahre später. In drei Jahrzehnten konnten mit deutscher Unterstützung drei Schulen, ein Frauenhaus und eine Krankenstation gebaut werden – von vielen kleineren Projekten nicht zu reden. Jörg Kujaw, langjähriger Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses, schätzt die jährlichen Zuwendungen auf rund 30000 Euro.

Patenschaften, die ebenfalls übernommen werden, sichern einzelnen Menschen den Lebensunterhalt. „25 Euro reichen, um ein Drittel des monatlichen Lebensmittelbedarfs einer Familie abzudecken.“

Gerade den Frauen in Lubumbashi – einer Millionenstadt, in der die Partnerkirche ihren Sitz hat – will man jede mögliche Hilfe zukommen lassen. Obwohl sie die Last des täglichen Lebens schultern müssten, hätten sie kaum Rechte innerhalb der Gesellschaft. Eine Frauengruppe, so Laux, habe im Gespräch die dringendsten Probleme benannt: Mangelnde Bildung, fehlender Respekt, viele Kinder. Die Wehrheimer Spenden sollen deshalb zu einem guten Teil in die Ausbildung von jungen Frauen fließen. Daneben stehen die Anschaffung von Nähmaschinen, Pirogen und Büchern zur Alphabetisierung auf der Liste. Einer Dorfgemeinde im Umland ermöglicht eine regelmäßige Patenschaft den Kauf von Saatgut.

Die Menschen profitieren nicht

In der Region, so Kujaw, gebe es kaum Entwicklungsmöglichkeiten. US-Firmen würden im offenen Tagebau das vorhandene Kupfer abtragen, auch Kobalt und Uran finde sich schon in wenigen Metern Tiefe. Die Bevölkerung profitiere davon jedoch nicht – „das Land wird total ausgenutzt“. Umweltschutz interessiere dort niemanden.

Als große Aufgabe darf der Neubau einer Krankenstation angesehen werden. In dem derzeit maroden Bau befinde sich auch der Entbindungsraum, in dem jeden Tag ein Baby zur Welt komme. „Hier kalkulieren wir mit 25?000 Euro, die Bauzeit mit mindestens zwei Jahren.“ Fertiggestellt ist dagegen ein neues Schulgebäude, an dessen Außenwand „Dr. Jörg Kujaw“ prangt – Beweis der Verbundenheit beider Kirchengemeinden.

Matthias Laux: „Die direkte Partnerschaft einer Gemeinde mit afrikanischen Christen ist in Deutschland sehr selten.“ Ihn habe besonders der tiefe Glaube in Lubumbashi beeindruckt – „neben den Patenschaften wollen wir auch in einen geistlichen Austausch treten“.

In zwei Jahren, so die Planungen, werden drei Mitglieder von Ceba zu einem Gegenbesuch in Wehrheim erwartet.

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