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Mr. Hessentag ist zufrieden

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Gerade am Bahnhof  rüstet sich Oberursel für das Großereignis Hessentag.
Gerade am Bahnhof rüstet sich Oberursel für das Großereignis Hessentag. © Michael Schick

260 Tage vor Beginn des Großereignisses hat sich der Landesbeauftragte Heinrich Kaletsch in Oberursel umgesehen.

Von Jürgen Streicher

Heinrich Kaletsch ist seit 1988 und dem legendären Auftritt von Roberto Blanco im Festzelt von Hofheim immer dabei, wenn das Land sich feiert. Das hat den Mann aus der Staatskanzlei zum Hessentagsbeauftragten des Landes und maßgeblichen Entscheider gemacht. Gerne wird er Mr. Hessentag genannt; ohne ihn geht nichts, die „Präsentation des Landes“ nennt er sein „Kerngeschäft“. Nach seiner offiziellen Version ist Oberursel bei Planung und Vorbereitung des Hessenfestes mit rund 1000 Veranstaltungen „auf gutem Wege“. Das sagte er gestern nach einem „Gipfelgespräch“ mit Bürgermeister Brum.

Das hört sich nicht nach Bestnote an, ist aber auch dem Umstand geschuldet, dass bis vor kurzem noch über Plan B diskutiert wurde. „Die Flächenproblematik hat uns in die Hinterhand gebracht, jetzt können wir Gas geben“, so Kaletsch. Lange hatte die Unterschrift einer Landwirtsfamilie unter eine Vereinbarung gefehlt, deren Flächen im Gebiet An den Drei Hasen für Parkplätze, Landesausstellung, Streitkräfte und Festplatz gebraucht werden. Es hätte die „Perlenschnur“ (Kaletsch) der ausgesuchten Veranstaltungsorte (Plan A) erheblich durcheinandergebracht, wenn noch mehr Großveranstaltungen in den Süden der Stadt (Plan B) hätten verlegt werden müssen.

Nun also wieder Plan A und nach „drei Jahren Vorbereitung jetzt die heiße Phase“, so Bürgermeister Brum. Neun Monate lang wird im Rathaus nur noch der Hessentag Thema sein. Es werde „auf Hochtouren“ gearbeitet, Urlaub darf bald keiner mehr nehmen. Wegen der Verzögerung bei der Aufstellung des Gesamtkonzepts gibt es noch immer keine detaillierte Verkehrsplanung und kein wasserdichtes Ordnungs- und Sicherheitskonzept. Brum hat es gestern für November angekündigt. Zeit sei es dann auch für klare Kommunikation mit betroffenen Anwohnern und Geschäftsleuten, die wissen wollen, was alles auf sie zukommt.

Was Roberto Blanco 1988 und Pink im vergangenen Jahr in Stadtallendorf waren, ein sogenannter Top-Act, steht für Oberursel anno 2011 noch nicht fest. „Wir müssen Hochwertiges bieten, um in der starken Rhein-Main-Region konkurrenzfähig zu sein“, wissen Kaletsch und Brum, Namen können sie noch nicht nennen. Noch ist auch unklar, ob der Hessen-Palace mit rund 2500 Plätzen auf die Rolls-Royce-Wiese oder den Sportplatz an der Feldbergschule kommt. Weil vielleicht noch Platz für eine bekannte andere Show benötigt wird. Aber der HR-Treff wird am Bahnhof installiert und das Riesenrad im kleinen Park der Adenauerallee.

Das geplante Motto „Hessentag der kurzen Wege“ trifft nur für die Anfahrt vieler Besucher aus der Region zu, der Festbereich wird größer sein als bei früheren Hessentagen. In der Planung ist ein Kombi-Ticket für U-Bahn und Parken, denn mit der U 3 sind die meisten Feierflächen zwischen der 35000-Zuschauer-Arena in Bommersheim und der Rolls-Royce-Wiese gut zu erreichen.

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