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Mit Hanuta und zu Guttenberg

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Prost auf den Hochtaunus: Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg kommt am 9. September in die Kronberger Stadthalle.
Prost auf den Hochtaunus: Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg kommt am 9. September in die Kronberger Stadthalle. © dpa

Die beiden CDU-Bundestagskandidaten starten im Hochtaunuskreis in den Wahlkampf. Es sind die gleichen wie vor vier Jahren: Holger Haibach und Heinz Riesenhuber.

Helmut Kohl hat sie einst beschworen, die "blühenden Landschaften". Und die gäbe es längst in ganz Deutschland, wenn überall alles so liefe wie im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis. Da ist sich Jürgen Banzer, Hessens Sozialminister und Vorsitzender der CDU-Hochtaunus, sicher. Garant fürs Florieren laut Banzer natürlich: Die CDU und ein bisschen auch die in beiden Kreisen ebenfalls starke FDP. Kein Wunder, dass sich da auch Holger Haibach, Direktkandidat der CDU für den Wahlkreis 176, nach der Bundestagswahl am 27.September eine "bürgerliche Koalition" wünscht.

Sein Kollege aus dem Wahlkreis 181, Heinz Riesenhuber, kann dem nur zustimmen. Allerdings: "Holzhackermethoden haben keinen Sinn." Nicht, um sich auf Kosten des Noch-Koalitionspartners SPD zu profilieren, und auch sonst nicht im nun gemeinsam eingeläuteten Bundestagswahlkampf. Die zwei Kandidaten, die in Berlin bereits "gut zusammen gearbeitet haben", setzen auf Dialog und "Glaubwürdigkeit". "Wir werden jetzt intensiv mit den Bürgern das Gespräch suchen", kündigt Haibach an. Mehr als 130 Termine hat der 37-Jährige, der seit sieben Jahren im Bundestag sitzt, für die nächsten fünf Wochen im Kalender stehen. Er wolle wissen: "Wo drückt der Schuh?" Dazu werden Hanuta mit Haibachs Konterfei gereicht sowie Notizblöcke mit Kniffel-Spiel.

Und auch in Sachen Politprominenz wird geklotzt: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg kommt am 9. September nach Kronberg, Familienministerin Ursula von der Leyen gibt sich zwei Tage später in Flörsheim die Ehre. Derweil mischt sich Riesenhuber ebenfalls unters Volk, vor allem in den letzten drei Wochen vor der Wahl - wegen der stetig zunehmenden Zahl der "Spätentscheider". In Berlin will er sich besonders für Bildung und Forschung sowie für "junge Leute und Unternehmen" stark machen. Dass er mit 73 Jahren beste Chancen hat, Alterspräsident des Bundestages zu werden, sieht er dabei als Vorteil. Doch habe er schon diesmal mit seiner Familie diskutiert, ob er noch einmal kandidieren solle. Seit 1976 ist er Bundestagsabgeordneter. (myk)

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