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Hallenbad mit Dachschaden

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Von: Götz Nawroth-Rapp

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Schwierige Suche nach der Ursache / Betrieb wird fortgesetzt.

Ein Dachschaden am Taunabad an der Altkönigstraße wird zum Fall für die Juristen. Vor einiger Zeit wurde entdeckt, dass es aus dem Gebälk über der Schwimmhalle tropft. Eine erste Untersuchung hat den Verdacht einer größeren Undichtigkeit bestätigt, wie Sprecherin Nina Kuhn auf Anfrage sagt. „Die genaue Ursache ist aber noch ungeklärt.“ Sicher ist bisher, dass das Problem unter der Außenhaut liegt. Weil dort auch Anlagen, Leitungen und Lampen verbaut sind, ist die Schuldfrage nicht einfach zu klären. „Es sind fünf bis acht verschiedene Gewerke“, so Kuhn. Will heißen: Ebenso viele Baufirmen und Handwerksbetriebe waren dort wohl zugange.

Eine akute Gefahr, etwa durch herabstürzende Deckenteile, besteht nach Einschätzung der Fachleute durch den Schaden nicht. Behoben werden soll er aber, und das wird teuer. Auf eine Größenordnung will man sich bei der Stadt bisher nicht festlegen, doch mit ein paar tausend Euro dürfte es nicht getan sein.

Gewährleistung bis 2019

Fünf Jahre lang sind die beteiligten Baufirmen in der Gewährleistungsfrist, Ende 2014 war das Bad nach diversen Nachbesserungen mit Verzögerung übergeben worden. Der damalige Betriebsleiter von Bau & Service Oberursel (BSO), Michael Weise, sprach im Zusammenhang mit falsch verlegten Kanälen, einem zunächst nicht exakt dimensionierten Sportbecken und anderer kleiner Mängel von einem „worst Case“. Diesem wollte sich Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) seinerzeit nicht anschließen. Und als das fast 15 Millionen Euro teure Bad dann schließlich mit Verzögerung öffnete, waren die Zweifel verebbt. Nun ist klar: Das Bad bleibt offen, aber bei der Wartung im Sommer wird am Dach noch einiges zu flicken sein.

Und die Stadt wäre wohl gut beraten gewesen, ein privates Bauunternehmen zum Generalunternehmer zu machen. Dann könnten Mängel auf diesen abgewälzt werden. Weil aber der städtische BSO in dieser Funktion auftritt, muss er es jetzt ausbaden. Die Kosten wären dann nachträglich beim verursachenden Unternehmen einzutreiben.

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