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Die Sozialwohnungen sind zwischen 52 und 72 Quadratmeter groß.
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Die Sozialwohnungen sind zwischen 52 und 72 Quadratmeter groß.

Oberursel

Günstig wohnen

Mehrfamilienhäuser in der Geschwister-Scholl-Straße sind bezogen.

Nach rund 13 Monaten Bauzeit ist es so weit: In den beiden neuen Mehrfamilienhäusern in der Geschwister-Scholl-Straße 23 und 25 sind fast alle Wohnungen bezogen. Der Einzug in die letzte der 22 Wohnungen, die zwischen 52 und 72 Quadratmeter groß sind, steht unmittelbar bevor. Es handelt sich um Sozialwohnungen des zweiten Förderwegs, sprich: Sie sind mietpreisgebunden, wobei die Mieten mindestens um 20 Prozent unter der durchschnittlichen ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Die Bruttokaltmiete (inklusive aller Nebenkosten außer Heizung) für eine Zweizimmerwohnung liegt bei 10,41 Euro pro Quadratmeter, die für eine Dreizimmerwohnung bei 9,53 Euro und damit im Rahmen der Mietobergrenzen des Hochtaunuskreises für Hartz-IV-Bezieher. „Das ist für unsere Stadt eine spürbare Erleichterung“, bewertet Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) das Projekt. „Es gibt einfach zu wenig günstigen Wohnraum. In meiner Sprechstunde wenden sich monatlich zwei bis drei Familien an mich, die verzweifelt bezahlbaren Wohnraum suchen.“

Fördergeld von WI-Bank

Bei den 22 Wohnungen hält die Stadt für die nächsten 20 Jahre das Belegrecht. Organisiert wird die Vermietung über die Abteilung Sozialberatung und Wohnungswesen der Stadt. Eigentümer der Wohnanlage gleich am Alten Friedhof sind und bleiben die Gesellschafter der Unternehmensgruppe Krieger und Schramm, die als Bauträger das Wohnprojekt realisiert hat. Deren Geschäftführer Projektentwicklung und Vertrieb, Wolfgang Barthel, der auch Bauherr ist, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

Barthel zählt mehrere Gründe dafür auf, dass das Unternehmen sich für das Sozialwohnungsbauprojekt beworben hatte. So sei die Finanzierung unter wirtschaftlichem Gesichtspunkt nur möglich gewesen, weil Fördermittel von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) gekommen seien. Zudem habe es sich um ein städtisches Grundstück gehandelt, dessen Bodenwert gedeckelt gewesen sei. Die Stadt hatte das 2000 Quadratmeter große Areal im Frühjahr 2018 für 450 Euro pro Quadratmeter und damit unter dem Wert umliegender Grundstücke verkauft.

Bewohnt werden die Mehrfamilienhäuser von einer bunt gemischten Mietergemeinschaft. Laut Stadt leben dort mehrere Nationalitäten, Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Rentner. Für einige sei es sogar die erste Wohnung nach dem Leben in einer Behelfsunterkunft. Aus unterschiedlichen Gründen haben sie keine finanziellen Möglichkeiten, um auf dem seit Jahren in Stadt und Region extrem angespannten Wohnungsmarkt fündig zu werden. „Deshalb ist das Thema bezahlbarer Wohnraum von großer Wichtigkeit für die Stadtentwicklung“, sagt Bürgermeister Brum. Das Projekt zeige beispielhaft, „dass günstiger Wohnraum möglich ist“ und auch städtebaulich attraktiv sein könne – wofür er in Oberursel weitere Möglichkeiten sieht.

Oder, um es mit Bauherr Wolfgang Barthel zu sagen: „Es sind Sozialwohnungen, aber sie sehen nicht so aus und haben einen Standard, der mit Eigentumswohnungen vergleichbar ist.“

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