Das Gelände von Auto Senger erstreckt sich zwischen Hessenring und Frölingstraße.

Neues Quartier

Bad Homburg: Grundstück in bester Lage wird frei

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Das Autohaus Senger zieht im kommenden Jahr nach Oberursel um.

Im Laufe des kommenden Jahres wolle man umziehen, bestätigt Geschäftsführer Peter Hensel. Der Mercedes-Händler Senger wird dann im Oberurseler Gewerbegebiet Drei Hasen zu finden sein.

Für Bad Homburg ist das eine schlechte und eine gute Nachricht. Die Schlechte: Mit Auto Senger, früher unter dem Namen Dr. Vogler bekannt, verliert die Kurstadt rund 400 Arbeitsplätze und einen potenziellen Gewerbesteuerzahler. Gleichzeitig – und das ist die gute Nachricht – wird durch den Umzug ein Grundstück in bester Lage frei, mit dem sich einiges anfangen lässt. Zusammen mit einigen kleineren Flächen stehen in dem Karree zwischen Hessenring, Marienbader Platz, Frölingstraße und Im Hasensprung 15 000 Quadratmeter zur Verfügung.

Kein Wunder, dass auch die Städteplaner des Büros Albert Speer während des Stadtentwicklungsplan-Prozesses ein Auge auf das Areal geworfen hatten. Sie haben es als „wichtigen Stadtbaustein“ identifiziert, das die Rolle eines „Gelenks zwischen Bahnhof und Innenstadt“ spielen könne – und als eines der wenigen Areale in Bad Homburg, auf denen auch einmal mehr als vier Geschosse möglich seien. Das Areal bietet aus Sicht der Planer die Chance, ein „innovatives Quartier“ mit einem Mix aus Gewerbe und Wohnen zu entwickeln.

Oberursel: Bürgermeister freut sich über Senger-Ansiedlung

Um Kontrolle über die künftige Entwicklung des Senger-Geländes zu erhalten, haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung eine Veränderungssperre beschlossen sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans. Dieser sieht weiterhin überwiegend Gewerbeflächen vor, aber auch ein Wohngebiet entlang der Straße „Im Hasensprung“. Ziel sei „eine Bebauung aus einem Guss“, teilt Rathaussprecher Marc Kolbe mit.

Eine detaillierte Planung gibt es noch nicht. Was die Gewerbeflächen angeht, dürfte es jedoch vor allem auf Bürogebäude hinauslaufen. Die entsprechende Magistratsvorlage empfiehlt „nicht störende gewerbliche Nutzungen“, die sich an den benachbarten Marienbader Höfen orientieren solle, in denen sich vor allem Büros befinden. Wie viele Wohnungen entstehen könnten und zu welchen Konditionen, ist noch völlig offen.

Hans-Georg Brum (SPD), Bürgermeister der Nachbarstadt Oberursel, freut sich derweil über die Ansiedlung eines weiteren Unternehmens. Senger habe für sein Autohaus ein 11 000 Quadratmeter großes Grundstück erworben. Damit seien in dem Gewerbegebiet Drei Hasen nicht mehr viele Flächen übrig, so Brum. Weil es aber reichlich Nachfrage gebe, denke man darüber nach, das Gewerbegebiet noch ein wenig zu erweitern.

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