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Der Grundstein ist gelegt

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Die Bauarbeiten für die Philipp-Reis-Schule gehen weiter.
Die Bauarbeiten für die Philipp-Reis-Schule gehen weiter. © FR/Oeser

Der Bau der neuen Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf geht wie geplant weiter - trotz der großen Finanzkrise. Von Anton J. Seib

Von Anton J. Seib

Aus der größten Baugrube im Hochtaunuskreis ist keine Fallgrube geworden. Auch wenn Schulamtsdirektor Günter Donath andeutete, das hin und wieder befürchtet zu haben, hat die Grundsteinlegung gestern bewiesen, dass es mit dem Bau der neuen Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf wie geplant weiter geht - trotz der großen Finanzkrise.

"Und wenn der Bau erst 2012 fertig werden sollte, ist das auch egal", sagte Bürgermeister Horst Burghardt bei der Feier am Freitag. Zu sehr herrschte bei allen Beteiligten die Freude darüber vor, dass das mit 75 Millionen Euro teure größte Projekt des Schulbauprogramms gestemmt wird.

Die Eröffnung der neuen Schule an der Färberstraße ist laut Plan für den Schuljahresbeginn im Sommer 2011 vorgesehen. Die Baufirma sei bemüht, die Verzögerungen durch den langen Winter aufzuholen, so Landrat Ulrich Krebs. Vertreter der Baufirma Züblin und des Planungsbüros Broghammer, Jana, Wohlleber versenkten eine Hülse in der Bodenplatte als Symbol für den ersten Stein, der für den Neubau gesetzt wird. In der Hülse befindet sich auch eine Pergamentrolle mit den Unterschriften aller 1600 Schüler, die derzeit noch das alte Gebäude am Hohen Weg besuchen.

"Ein großartiger Tag"

Schulleiter Gernot Karner sprach von einem großartigen Tag. Er dankte den Verantwortlichen im Kreis für ihr Engagement. In dieser Zeit sei es nicht selbstverständlich, eine neue Schule dieser Größenordnung zu bauen. Von einem "harten und langen Weg" sprach Bürgermeister Burghardt, der sich froh darüber zeigte, dass im vergangenen Jahr der erste Spatenstich erfolgt ist. "Wäre das nicht geschehen, weiß ich nicht, ob wir heute hier gefeiert hätten", sagte Burghardt.

Viel Lob von Eltern und Schülern, auch ehemaligen, gab es für das Lehrpersonal. Das Verhältnis zu den Lehrern "toll", sagte Schülersprecherin Sophie Burkard. In der Schule arbeiteten alle miteinander, hob Elternbeiratsvorsitzender Stephan Kühne hervor. Und auch einer der prominenten Absolventen, der Grünen-Landtagsabgeordnete Mathias Wagner, dankte den Pädagogen für seine gute Ausbildung.

Während der Feier im Festzelt inmitten der Baugrube gingen draußen die Arbeiten weiter. Denn die lange Frostperiode hat zu Verzögerungen geführt. Erst vor zwei Tagen war die Bodenplatte der 45000 Quadratmeter großen Fläche gegossen worden. Einige Keller sind bereits im Rohbau fertig, die Decke über der zentralen Eingangshalle ist eingeschalt. Insgesamt werden 13000 Kubikmeter Beton und 3700 Tonnen Baustahl verarbeitet. In den kommenden Monaten entsteht der in mehrere Gebäude unterteilte Campus samt Mensa, Ganztagsbereich, Tiefgarage und zwei Sporthallen. Die Dreifeld-Sporthalle wird rund 1000 Zuschauern Platz bieten.

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