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Lilly-Areal

Grünes Licht für Wohnungsbau

Nach monatelangen Diskussionen haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend mehrheitlich grünes Licht für eine mögliche Wohnbebauung auf dem ehemaligen Lilly-Gelände gegeben.

Von Martina Propson-Hauck

Auf den Weg gebracht wurde eine Änderung des Bebauungsplans vom reinen Gewerbegebiet hin zu einem Mischgebiet. Bis diese in Kraft tritt soll eine sogenannte Veränderungssperre verhindern, dass dort in der Zwischenzeit nach dem noch gültigen Bebauungsplan Fakten geschaffen werden.

Die FDP stimmte als einzige Fraktion gegen die Änderung des Bebauungsplans. Die Dornholzhäuser fürchteten, so beschrieb es Philipp Herbold, eine „Überlastung der sozialen Infrastruktur“ im Stadtteil. 130 neue Wohnungen seien zu viel. Die FDP möchte auf dem Gelände statt Wohnungen eine Sporthalle und ein neues Feuerwehrgerätehaus bauen. „Wir lehnen Wohnen hoch und eng ab“, so Herbold.

Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) führte aus, dass durchaus nicht alle Menschen aus dem Stadtteil den Planungen negativ gegenüberstehen. Etwa 200 Menschen könnten in das neue Wohngebiet ziehen. Davon wären etwa 50 Kinder im Alter „von null bis elf Jahren“ zu erwarten, pro Jahrgang also nicht mehr als fünf. Das würde weder Krippen und Kitas noch Grundschule und Hort überlasten. Zudem könnte auf dem Gelände auch eine Kinderbetreuungseinrichtung entstehen, genau wie Arztpraxen oder seniorengerechte Wohnungen. In Bad Homburg würden ständig Wohnungen nachgefragt. Es sei nicht zu vertreten, dass die Stadt 320 Euro pro Quadratmeter für ein Grundstück zahle, um dort Gemeinbedarf, wie etwa eine Turnhalle, zu errichetn. 100 Euro seien da die absolut oberste Schmerzgrenze.

Das Grundstück mit den seit zwei Jahren leerstehenden Büros gehört dem Unternehmen Lilly. Das hat seine Zentrale an den südlichen Stadtrand in die Nähe des Landratsamtes verlegt, für die Büros wurde noch kein Investor gefunden. Eine externe Studie über die Entwicklungsperspektive der Gewerbeflächen in Bad Homburg hatte für dieses Areal nahegelegt, dort ein „belebtes Mischgebiet mit Schwerpunkt Wohnen“ einzurichten, um einem dauerhaften Leerstand entgegenzuwirken.

Sozialdezernent Dieter Kraft (Grüne) betonte, dass die Kinderbetreuung im Stadtteil keineswegs vor einem Kollaps stünde, wenn dort Wohnungen für junge Familien gebaut würden. CDU- Fraktionschef Alfred Etzrodt sagte, man müsse jetzt über das Ausmaß der Bebauung diskutieren. Vier fünfstöckige Wohnblocks und ein dreistöckiger Block seien „zu intensiv“.

Die BLB hatte der CDU einen „Zickzackkurs“ beim Lilly-Gelände vorgeworfen. Sie betreibe „eine falsche Klientel-Politik“, sagte BLB-Fraktionsvorsitzender Armin Johnert.

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