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Grüne mit Doppelspitze

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Die Grünen haben ihre Kandidaten für den Kreistag gekürt. Neu auf der 33 Namen umfassenden Liste ist Friedrichsdorfs Bürgermeister Burghardt auf Platz sechs. Damit haben auch die Grünen gute Chancen, einen Rathauschef im Kreistag zu platzieren.

Von Anton J. Seib

Mit einem bewährten Spitzenduo und einem prominenten Neuling gehen die Hochtaunus-Grünen in den Kommunalwahlkampf 2011. Auf dem Listenparteitag kürten die Mitglieder die Doppelspitze: die 46-jährige Neu-Anspacherin Jutta Bruns und den 39-jährigen Norman Dießner aus Oberursel, die bislang schon die Fraktion im Kreistag führten.

Neu auf der 33 Namen umfassenden Liste ist Friedrichsdorfs Bürgermeister Horst Burghardt auf Platz sechs. Damit haben auch die Grünen gute Chancen, einen Rathauschef im Kreisparlament zu platzieren. Seine Kandidatur begründete der 52-Jährige damit, dass das Verhältnis zwischen Kreis und Kommunen verbessert werden müsse. Burghardt arbeitete von 1985 bis 1991 im Büro des damaligen hessischen Umweltministers Joschka Fischer, rückte dann selbst in den Landtag nach. Seit 1997 ist er Bürgermeister in Friedrichsdorf.

Bewährtes Team

Angesichts des bundesweit anhaltenden Umfragehochs hoffen die Hochtaunus-Grünen auf einen deutlichen Zuwachs bei der Wahl im März. Die Ökopartei verfügt derzeit über acht Mandate im Kreistag. Das Gerangel um aussichtsreiche Plätze hielt sich demnach in Grenzen. Rang drei belegt die 49-jährige Usinger Landtagsabgeordnete Ellen Enslin, die ebenso dem derzeitigen Kreistag angehört wie der 39-jährige Carsten Filges aus Weilrod, der auf Rang vier folgt. Mit der Steinbacherin Hadmut Lindenblatt kandidiert auf Platz fünf ebenfalls eine etablierte Kreispolitikerin. Die 59-Jährige vertritt gegenwärtig die Grünen als ehrenamtliche Beigeordnete im Kreisausschuss.

Umkämpft war Listenplatz sieben hinter Horst Burghardt. Nach mehreren Wahlgängen setzte sich die Glashüttenerin Käthe Springer gegen Andrea Conrad und Ulrike Scheuner durch. Auf den Plätzen acht bis zehn folgen Hermann Maier aus Friedrichsdorf, Judith Jackson aus Kronberg und Gerhard Drexler als erster Bad Homburger auf den vorderen Plätzen.

Ja zu Krankenhaus-Standorten

Den Abbau der Schulden, eine Prioritätenliste für das Schulbauprogramm angesichts der angespannten Finanzlage und das Bekenntnis zu den Krankenhaus-standorten prägen das Wahlprogramm der Grünen. Kritik kam von Friedrichsdorfs Bürgermeister Burghardt, der keinen Grund sieht, das psychiatrische Krankenhaus aus Köppern nach Bad Homburg zu verlegen. Das sei politisch gesteuert, um die Hochtaunus-Klinik besser auszulasten.

Seit Monaten versucht Vitos, der Träger des Köpperner Waldkrankenhauses, die Klinik auf das Areal der geplanten neuen Hochtaunusklinik in Bad Homburg zu verlegen. Dagegen regt sich Widerstand in den Stadtparlamenten von Bad Homburg und Friedrichsdorf.

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