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Großbrand in Bad Homburg

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Von: Götz Nawroth-Rapp

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Riesige Rauchschwaden steigen in Bad Homburg in die Höhe. Aus ungeklärter Ursache waren Abfallbehälter und Mülltonnen in Brand geraten.
Riesige Rauchschwaden steigen in Bad Homburg in die Höhe. Aus ungeklärter Ursache waren Abfallbehälter und Mülltonnen in Brand geraten. © dpa

Auf einem Betriebshof der Stadt Bad Homburg brennen etwa 2000 Abfallbehälter. Die Feuerwehr bringt die Flammen schnell unter Kontrolle. Die Polizei hält Brandstiftung für möglich.

Über Bad Homburg hängt am frühen Donnerstagmorgen eine weithin sichtbare Rauchwolke. Auf einem Betriebshof der Stadt brennen etwa 2000 Abfallbehälter lichterloh - vom Biomülleimer zum Einsatz in der Küche bis zur Mülltonne mit mehr als 100 Litern Fassungsvermögen. Brandursache ist möglicherweise Brandstiftung. Die Anwohner wurden aufgefordert, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten, da bei der Verbrennung der Kunststoffbehälter blausäurehaltige Dämpfe freigesetzt wurden. Gefährliche Werte wurden jedoch nicht gemessen.

Nach Angaben des Bad Homburger Feuerwehrchefs Daniel Guischard brannten gegen 5 Uhr morgens insgesamt rund 2000 Abfallbehälter. Schon bei der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte waren wegen der weithin sichtbaren Rauchsäule weitere Löschzüge zu dem Gelände an der Zeppelinstraße nachalarmiert worden. 30 Feuerwehrleute brachten das Feuer mit Schaumrohren unter Kontrolle.

Die Tonnen bestehen aus Polyethylen, einem Kunststoff, der bei Verbrennung blausäurehaltige Dämpfe freisetzt. Daher waren die Bad Homburger über das Katwarn-System aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Warnung erreichte bei Katwarn registrierte Mobiltelefone per SMS oder über eine spezielle App.

Spezialisten der Kreisverwaltung nahmen vor Ort Gefahrstoffmessungen vor. Gefährliche Werte wurden aber nicht festgestellt, berichtet Guischard. Die Polizei ermittelt zurzeit die Brandursache. Sie hält Brandstiftung für möglich. Es gebe, so der Feuerwehrchef, „keine logische Erklärung“, wie die Tonnen ohne Zutun von außen Feuer fangen könnten.

Die Tonnen hatten einen Wert von rund 60.000 Euro. Sie sollten eigentlich im Juli an die Haushalte ausgeliefert werden, nun werden Engpässe erwartet. Die Lieferfristen für die Behälter betragen zwei bis drei Monate.

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