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Grenzen des Wachstums

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Das rekonstruierte Römer-Kastell ist ein Besuchermagnet. Doch die Probleme sind seit Jahren die gleichen: Busse fahren zu selten und es gibt zu wenige Parkplätze. Von Anton J. Seib

Von Anton J. Seib

Das Römerkastell Saalburg liegt eigentlich idyllisch im Taunuswald über Bad Homburg - doch der Standort des Museums erweist sich inzwischen als Entwicklungsnachteil. Denn Parkplätze fehlen an allen Ecken und Enden: Derzeit kann die Saalburg ihren Gästen gerade 180 Plätze für deren Autos anbieten - zu wenige bei mehreren tausend Besuchern etwa an den Ostern-Wochenenden.

Und der kleine Parkplatz an der Ostseite des Kastells wird nicht nur von Römer-Fans genutzt. "Dort parken auch Wanderer, Jogger, Mountainbiker", sagt der stellvertretende Museumsleiter Carsten Amrhein. Ein Ausbau des Angebots scheitert aber an äußeren Zwängen. "Uns sind topografisch enge Grenzen gesetzt", so Saalburg-Direktor Egon Schallmayer.

Es gibt auch andere Grenzen. Vor fünf Jahren wurde der direkt vorbeiführende Limes zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. "Die Denkmalschützer sehen es gar nicht gerne, wenn in unmittelbarer Nähe etwas verändert wird", sagt Schallmayer. Zudem liegt das Museum im Naturpark Hochtaunus, in dem der Flächenverbrauch eingeschränkt ist. Und direkt am Römerkastell führt die vielbefahrene Bundesstraße 456 vorbei, die ebenfalls die Möglichkeit zur Erweiterung verhindert.

Zwar ist die Saalburg mit der Stadtbus-Linie 5 erreichbar, aber die Busse verkehren während der Woche nur fünf Mal, am Wochenende gibt es zumindest sieben, beziehungsweise zehn Verbindungen. Der Wunsch nach zusätzlichen Fahrten sei bislang unerfüllt geblieben, sagt Amrhein und richtet den Blick sehnsüchtig zurück. "Wir hätten so furchtbar gerne die Trambahn von Kaiser Wilhelm wieder", sagt der Historiker Amrhein. Die Tram verkehrte von 1900 bis 1935 zwischen Dornholzhausen und der Saalburg.

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