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Achtung, Achtung: Ein Feuerwehrmann führt den neuen Lautsprecher vor.

Alarmsystem

Alternative zu Katwarn

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Der Hochtaunuskreis richtet ein eigenes Warnsystem für Notfälle ein.

Wenn im Hochtaunuskreis bei einem Unfall gefährliche Stoffe freigesetzt werden, ein Hochwasser droht oder eine Bombe gefunden wird, können sich die Menschen zwischen Königstein und Grävenwiesbach ab sofort eine Push-Nachricht auf ihr Handy schicken lassen. Vorausgesetzt, sie haben darauf die neue „Hochtaunuskreis-App“ installiert. 

Damit geht der Kreis eigene Wege. Man habe sich bewusst gegen das hessenweite System „Katwarn“ entschieden, erläuterte Kreisbrandinspektor Carsten Lauer. Basis der Hochtaunus-App ist stattdessen die „Bürger Info & Warn-App“ (Biwapp). Sie biete zum einen eine direkte Schnittstelle zur bundesweiten Warn-App „Nina“ und den Unwettermeldungen des Deutschen Wetterdienstes, erläutert Lauer. Zum anderen könne man so zusätzliche lokale Informationen zu Schul- und Stromausfällen, Verkehrshinweise und sogar Veranstaltungstipps übermitteln. 

Der Nutzer könne selbst entscheiden, zu welchen Themen er benachrichtigt werden möchte, betont Lauer. Darüber hinaus biete die Hochtaunus-App die Option, direkt einen Notruf abzusetzen; Polizei und Feuerwehr wiederum können über die App den Standort des Anrufers orten. 

Als Ergänzung zu dem neuen digitalen Angebot setzt der Kreis aber auch weiterhin auf den direkten Kontakt mit der Bevölkerung. So richtet die Feuerwehr eine „mobile Warneinheit“ ein, die im Ernstfall mit Einsatzwagen durch die betroffenen Orte fährt. 

Die Fahrzeuge werden mit modernen Kugellautsprechern ausgestattet, die Signale und Durchsagen in einem größeren Umkreis verbreiten können als herkömmliche Lautsprecher. Derzeit gibt es entsprechende Anlagen in Oberursel, Steinbach, Schmitten und Wehrheim. Bis 2019 soll die „mobile Warneinheit“ aus 20 Fahrzeugen bestehen, die bei 13 Wehren im gesamten Kreis stationiert sind. 

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