1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

Gewerbepark am Güterbahnhof

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Firma Aurelis will das Gelände des früheren Güterbahnhofs aus dem Dornröschenschlaf wecken. Dort entsteht ab sofort ein großer Gewerbepark. Von Klaus Nissen

Von Klaus Nissen

Das fast 3,8 Hektar große Gelände des früheren Güterbahnhofs wird jetzt aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Dort beginnen die Erschließungsarbeiten für den Bau eines großen Gewerbeparks. Die in Eschborn ansässige Immobilienfirma Aurelis lud gestern zum ersten Spatenstich und präsentierte bereits eine Computeranimation des fertigen Stadtteils.

Die virtuelle Kamera fliegt wie ein Vogel über fünfstöckige Glasbauten, die sich in über das gut einen halben Kilometer lange Grundstück hinziehen. Dazwischen liegen begrünte Höfe. Wo jetzt die Gleisunterführung des Bahnhofs auf den Pendlerparkplatz trifft, mündet in der Animation eine breite Passage vom Bahnhof her auf eine Piazza mit Außengastronomie und eine weiter zum Landratsamt führenden Promenade.

Der heute weitgehend kanalisierte Dornbach parallel der Bahnlinie ist im Zukunftsbild ein von Bäumen und Rasen gesäumtes Flüsschen, an dem sich mittags die Arbeitnehmer aus den Glaspalästen tummeln.

Den Trickfilm hat die Aurelis programmieren lassen, damit der künftige Oberbürgermeister Michael Korwisi Anfang Oktober - schon vor seinem regulären Amtsantritt - damit auf der Münchener Immobilienmesse Expo Real für Bad Homburg werben kann. Denn die gläsernen Häuser haben bislang weder Käufer noch Mieter. "Wir stehen in konkreten Verhandlungen" sagte Aurelis-Chef Thaddäus Zajac. Konkret werde das Geschäft wohl erst, wenn die Konjunktur wieder anspringe. "Wir müssen realistisch sein", so der Immobilienhändler. Für ein Hotel, ein Kino oder eine Discothek sei derzeit kein Betreiber in Sicht.

Auch der denkmalgeschützte Güterbahnhof mit dem Fachwerk-Verwaltungsgebäude und der 800 Quadratmeter großen Güterhalle an der Ecke Horex- und Siemensstraße braucht noch ein konkretes Nutzungskonzept. Die von außen schäbig wirkende Halle beeindruckt im Innern: Fünf Tore mit mächtigen Sandsteinfassungen führen in die lange Halle. Das gläserne Satteldach in der Firstlinie wird von zwei mächtigen parallelen Balkenkonstruktionen mit je zwölf Trägern gestützt. In Freiburg sei ein ähnliches Gebäude zum Fitnesszentrum geworden, erzählte Zajac.

Aurelis war als Tochterfirma der Bahn anno 2003 in den Besitz des Riesen-Grundstücks in Bad Homburg gekommen. Das inzwischen zu zwei Finanzinvestoren gehörende Unternehmen macht das Areal nun baureif und verkauft es dann.

Wann die Bahnpendler den Parkplatz jenseits des Bahnhofs räumen müssen, war gestern noch nicht klar. Die Stadt bietet ihnen dann einen Ersatzparkplatz neben dem neuen Autohaus Kreissl an der Benzstraße, einen Block weiter vom Bahnhof entfernt, an.

Auch interessant

Kommentare