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Gerd Krämer soll es werden

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Von: Götz Nawroth-Rapp

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Krämer war Rathauschef von 1996 bis 2003.
Krämer war Rathauschef von 1996 bis 2003. © Michael Schick

Die Oberurseler CDU schlägt Ex-Bürgermeister Gerd Krämer als Stadtverordnetenvorsteher vor.

Gerd Krämer soll Stadtverordnetenvorsteher werden. Wie die CDU am Montag in einer Fraktionssitzung einstimmig beschloss, wird der Ex-Bürgermeister für das Amt vorgeschlagen und soll bei der konstituierenden Sitzung am 28. April gewählt werden. Fraktionschef Jens Uhlig stellte Krämers Erfahrung in der Kommunalpolitik heraus. Der 59-Jährige werde „überparteilich und kompetent die Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung leiten und das Stadtparlament repräsentieren.“ Als stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher nominierte die CDU Wolfgang Kettenhofen.

Weggang sorgte einst für Zwist

Gerd Krämer war als Personalie innerparteilich nicht unumstritten, als er sich dazu entschloss, mit der Kommunalwahl im März wieder in die Lokalpolitik einzusteigen. 2003 hatte Krämer nach sieben Jahren als Bürgermeister seine Sachen gepackt und war als Staatssekretär ins Sozialministerium nach Wiesbaden gewechselt. Nicht alle hatten in Oberursel dafür Verständnis. Krämers Weggang, gepaart mit parteiinternem Zwist, markierte das Ende einer seit dem Zweiten Weltkrieg bis auf wenige Jahre ungebrochenen CDU-Regentschaft im Rathaus der beschaulichen Kleinstadt am Taunus.

Es schlug damit die Stunde von Hans-Georg Brum, der als „frisches Gesicht“ die Wahl 2003 für die SPD gewinnen konnte und die Stadt seit inzwischen fast dreizehn Jahren als Bürgermeister führt. Krämers Engagement in Wiesbaden führte ihn noch ins Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Roland Koch (CDU), der ihn in die Landeshauptstadt geholt hatte, wäre Krämer auch gern nach Berlin gefolgt, wenn Koch Bundeskanzler geworden wäre. So kam es bekanntlich dann aber nicht.

Seit 2010 beschränkte sich der Privatier Krämer darauf, den Karnevalsverein Frohsinn als dessen Pressesprecher zu begleiten und öffentlichkeitswirksam eine Wiedereröffnung der Brasserie an der Stadthalle zu fordern. Nun aber will Krämer wieder im Stadtparlament mitmischen: Das halte „frisch im Kopf“, hatte er vor der Wahl im März gesagt.

Auch andere Personalentscheidungen hat die CDU Anfang der Woche gefällt. Den Fraktionsvorstand der Union bilden künftig neben dem bereits wiedergewählten Vorsitzenden Jens Uhlig Kerstin Giger und Michael Reuter als stellvertretende Vorsitzende. Für den ehrenamtlichen Magistrat schlagen die Christdemokraten Wilfried Abt, Jörg Steden, Monika Banzer und Paul Gerecht vor.

Auch diese Entscheidungen fielen einstimmig. Für sie werden Julia Kraft, Susanne Kügel und Christoph Kappus ins Stadtparlament nachrücken. Die CDU wird im ehrenamtlichen Magistrat vier Vertreter stellen, ebenso die SPD. Grüne und OBG haben für jeweils zwei Stadträte das Vorschlagsrecht, FDP und AfD für jeweils einen Stadtrat.

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