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Es geht auch mit 5000 Euro

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Von: Miriam Keilbach

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Damals stand für die Organisation noch mehr Geld zur Verfügung: Der Garten von Alexander Bär bei den ersten Bad Homburger Gartentagen im Jahr 2011.
Damals stand für die Organisation noch mehr Geld zur Verfügung: Der Garten von Alexander Bär bei den ersten Bad Homburger Gartentagen im Jahr 2011. © Rolf Oeser

Das Budget für die Bad Homburger Gartentage in diesem Jahr ist drastisch reduziert worden. Nun wird darüber gestritten, wie viel Geld für die Organisation gebraucht wird.

Vor zwei Jahren war man verschwenderisch mit dem Geld“, sagt Kulturdezernentin Beate Fleige (BLB), „aber wir sind der Meinung, dass es auch ohne großen Werbeaufwand funktioniert.“ Die Rede ist von den Gartentagen, die am 22. und 23. Juni 2013 stattfinden, die in den vergangenen Wochen zum Politikum wurden.

Im Februar verkündete das bisherige Organisationsteam um die CDU-Stadtverordnete Ursula Conzelmann, dass es von den Aufgaben zurücktreten wolle (die FR berichtete). Grund dafür ist das begrenzte Budget. Die ersten Gartentage 2011 kosteten gut 15000 Euro, in diesem Jahr sind nur 5000 Euro vorgesehen. Damit könnten sie die Tage nicht organisieren, sagte Conzelmann im Februar der FR. Fleige kontert nun: „Wir brauchen keine A0-Plakate, die teuer in der Herstellung und in der Anbringung sind, es reichen A1-Plakate.“ Auf Rundfunkwerbung wolle man verzichten.

„Wir haben den Haushalt vor anderthalb Jahren verabschiedet, daraus geht klar hervor, dass nur 5000 Euro für die Gartentage vorgesehen sind“, so Fleige, „dass es jetzt einen Aufschrei gibt, wo alles eingeleitet wird, ist nicht redlich.“ Für Flyer, Plakate und Hinweisschilder sind in einer Magistratsvorlage 710 bis 970 Euro veranschlagt, dazu kommen die Kosten für 25000 oder 30000 Stadtpläne, in der die Gärten eingezeichnet sind. Beschreibungen, um was es sich handelt, etwa einen Kräuter- oder Schrebergarten, sollen den Besuch erleichtern.

Die Gartentage fanden 2011 zum ersten Mal statt. Damals öffneten 25 Kleingärtner ihre Pforten. Laut Conzelmann kamen gut 5000 Besucher. Die Veranstaltung soll alle zwei Jahren im Wechsel mit der KunstWerkStatt stattfinden. Für Letztere sind 13500 Euro im Haushalt eingestellt. „Wir sollten die Veranstaltungen nicht gegeneinander ausspielen, beide sind wichtig, aber man kann sie nicht vergleichen“, sagte Kulturamtsleiter Matthias Setzer. „Wir sollten in Relation setzen, wie viele Gärten es in Bad Homburg gibt und wie viele Künstler und wie die Beteiligung ist“, ergänzte Fleige. Rund 200 Hobby- und Profikünstler beteiligten sich an der KunstWerkStatt im vergangenen Jahr.

Fleige verwies auch auf den Hintergrund der beiden Veranstaltungen: Während die Gartentage auf einen CDU-Antrag zurückgehen, entstand die KunstWerkStatt aus einer Agenda-Arbeitsgruppe. „Damit haben die Gartentage einen politischen Anstrich bekommen, der ihnen nicht gut tut“, sagt Fleige. Nun wolle man das auf eine neutrale Ebene bringen. „Die Stadt stellt das Podium, die Bürger bespielen es“, sagt Setzer.

Fleige hofft nun, dass sich unter den Teilnehmern jemand findet, der als Ansprechpartner für die Stadt zur Verfügung steht und die Interessen bündelt. „Die Gartentage sollen von Bürgern für Bürger sein“, sagt Setzer.

Wer seinen Garten am 22. (11 bis 17 Uhr) und 23. Juni (11 bis 16 Uhr) zeigen möchte, kann sich bis zum 30. April unter 06172/1004110 oder gartentage@bad-homburg.de anmelden.

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