Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Neues Radarfahrzeug
+
Neues Radarfahrzeug

Radarkontrollen in Homburg

Fuß vom Gas

Autofahrer aufgepasst, wenn demnächst am Straßenrand ein weißer Mercedes Vito steht. Dann ist es angeraten, den Fuß vom Gas zu nehmen.

Von Anton J. Seib

Das Auto hat es in sich. An Bord befindet sich ein Radargerät, mit dem die Bad Homburger Ordnungspolizei demnächst im Stadtgebiet die Geschwindigkeit kontrolliert. Der neue Radarwagen kostete samt technischer Einrichtung 41.000 Euro und ersetzt den in die Jahre gekommenen Opel Vectra. Das Geld ist aus Sicht der Stadt gut angelegt.

„Das Auto braucht gut ein Jahr, um sich zu amortisieren“, so Ordnungsdezernent Peter Vollrath-Kühne (FDP), der sich mit leiser Ironie an die Autofahrer wendet: „Es liegt jetzt in Ihrer Hand, ob sich durch Ihr aktives Handeln die Amortisationszeit verlängert oder durch falsch verstandene Solidarität mit der Stadt verkürzt.“

Das Innere des geräumigen Vito ist vollgestopft mit Technik: Radargerät, Laptop, Funkgerät. Alles kann, anders als bisher, bequem vom Bürostuhl aus bedient werden. Vor allem vor Schulen, Kindergärten oder Kliniken und auf Anforderung von Bürgern kontrollieren die Ordnungshüter, ob die Geschwindigkeitsbeschränkungen eingehalten werden. Denn überhöhte Geschwindigkeit sei kein Kavaliersdelikt, warnt Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne). „Es ist erwiesen, dass die meisten Unfälle durch zu hohes Tempo passieren“, meinte er.

Im vergangenen Jahr war das alte Radarfahrzeug an insgesamt 138 Stellen in der Stadt im Einsatz. In zwölf Monaten kontrollierten die Ordnungspolizisten 111784 Fahrzeuge. In 6909 Fällen waren die Fahrer zu schnell, bis zu 20 Kilometer in der Stunde mehr als erlaubt. Die Fahrer erhielten ein Verwarnungsgeld. 162 Fahrer waren noch schneller unterwegs, gegen sie wurde ein Bußgeld verhängt.

„Im Stadtgebiet sind gerade die Fußgänger, also die schwächsten Verkehrsteilnehmer gefährdet. Wir wählen die Einsatzorte für den Radarwagen nach Kriterien, die dies berücksichtigen“, so Vollrath-Kühne. Die Stadt gehe auch häufig Beschwerden von Anwohnern nach. Vollrath-Kühne: „Wir nehmen jeden Hinweis ernst.“

Ein positives Fazit zieht Dirk Eckert vom Produktbereich Sicherheit und Ordnung ein Jahr nach Installation der festen Radaranlage an der Saalburg. „Seither ist dort kein Unfall mehr passiert“, so Eckert.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare