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Interview mit Berit Grautmann

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  • VonAndrea Herzig
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Pressesprecherin Berit Grautmann erklärt, warum die Arbeitsagentur über Eliteunis im Ausland informiert

Pressesprecherin Berit Grautmann erklärt, warum die Arbeitsagentur über Eliteunis im Ausland informiert

Eine Veranstaltung „Studieren an Eliteuniversitäten – von Oxford bis Harvard“ bietet das Bad Homburger Berufsinformationszentrum am Donnerstag, 23. Januar, um 19 Uhr in der Ober-Eschbacher-Straße 109 an. Machen Personaler in deutschen Unternehmen einen Unterschied zwischen einem guten deutschen Abschluss und einem aus Yale? Nein, nicht grundsätzlich. Aber ein Studium im Ausland ist, zumindest für manche Fächer, ein Muss. Das müssen nicht die Eliteunis sein. Namen wie Harvard oder Oxford können aber Türöffner sein – und manche Unternehmen schmücken sich damit, dass ihre Leute dort studiert haben.

Ist der Abschluss an einer Eliteuni so viel besser?

Fachlich sicher nicht. Es gibt auch in Deutschland Eliteunis. Wer aber zum Beispiel an den amerikanischen Ivy-Leagues studiert, der muss sich früh entscheiden, sich in der 10. Klasse bewerben, natürlich exzellente Noten haben und nebenher sozial engagiert sein. Das sind dann schon besondere Persönlichkeiten, die so etwas durchziehen.

Was kostet das Studium?

Ein Bachelor in Harvard etwa 90 000 Euro für vier Jahre, in Großbritannien etwa 13 000 Euro im Jahr für Oxford oder Cambridge, immer plus sämtlichen Lebenshaltungskosten. Es gibt auch Stipendien, in Amerika zum Beispiel oft solche für besonders sportliche Studierende. Dafür kann man sich auch aus Europa bewerben. Man kann für diese Studienorte Auslandsbafög bekommen, das Auslandsbafög gibt es aber überwiegend für Europa, da das normale Bafög lediglich aufgestockt wird.

Wie hoch muss das Einkommen der Eltern sein, um diese Studienorte bezahlen zu können?

Überdurchschnittlich gut. Bei einem „nur“ mittleren bis guten Einkommen wird es auch bei zwei arbeitenden Elternteilen knapp werden ohne Stipendium, wenn man an eine renommierte amerikanische Uni möchte.

Dann ist es kein Zufall, dass die Agentur im Hochtaunuskreis über diese Unis informiert?

Nein, das Interesse hier ist groß, mehrere Schulen bieten Zweisprachigkeit an und mehr Eltern als woanders können sich diese Unis vielleicht leisten.

Geht man da hin, um die beste Ausbildung zu bekommen oder die wichtigsten Leute kennenzulernen?

Letzteres. Das Uni-Renommee schmückt den Lebenslauf. Natürlich sind diese Unis auch fachlich top, haben oftmals Nobelpreisträger vorzuweisen und schon lange einen exzellenten Ruf. Die ausgezeichnete Ausbildung können deutsche Unis aber auch leisten.

Welchen Abischnitt braucht man?

So bis zu 1,5. Doch so ein Studium muss man früh planen, sich am Ende der Mittelstufe bewerben, bereits da mit super Noten, und diesen Schnitt dann halten inklusive des Abiturs. Und nebenher noch sozial aktiv sein. Insbesondere die US-Unis suchen intelligente Gutmenschen, keine Ellenbogen-Typen.

Wollen das die Jugendlichen oder wollen das deren Eltern?

Wenn der absolute Wille der jungen Leute nicht da ist, sollte man das lassen. Es ist auch möglich, in Deutschland einen Bachelor zum machen und dann für den Master an eine ausländische Eliteuni zu wechseln.

Werden die Eliteunis in der Beratung denn so oft nachgefragt?

Ja, die meisten fragen allerdings zu spät, also wenn sie fast schon fertig sind mit dem Abi. Viele gehen dann mit der Erkenntnis, dass sie nicht zwangsläufig ins Ausland müssen, um an sehr guten Unis zu studieren. Das geht auch in Deutschland. Natürlich scheitern auch viele an den finanziellen Hürden dieses Studiums

Was erwartet die jungen Leute an Ihrem Infoabend?

Wir geben einen Überblick über Zulassungsvoraussetzungen und -verfahren, erzählen von Stipendien und Sprachvoraussetzungen. Außerdem haben wir zwei Experten dabei: Jan Sibbersen vom Alumni Club Rhein-Main der Harvard University und André Waßmann vom Alumni Club Rhein-Main der University of Oxford. Sie berichten, wie es an den Unis so zugeht, und was die Unterschiede zu deutschen Unis sind.

Sind auch Eltern eingeladen?

Ja und das ist gut so. Manchen Eltern können wir dann vielleicht die Augen öffnen, dass deutsche Unis auch völlig in Ordnung sind.

Interview: Andrea Herzig

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