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Kommunalwahl

Linke tritt nicht mehr an

  • vonBrüggemann
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Friedrichsdorf Die Partei hat nicht genug Kandidaten und Kandidatinnen, um die Wahlliste zu besetzen.

Friedrichsdorf bleibt künftig ein weißer Fleck auf der linken Landkarte. Die Partei hat für die Kommunalwahl am 14. März keinen Wahlvorschlag eingereicht, was bedeutet, dass die Gruppierung nach einer Legislaturperiode nicht mehr in die Stadtverordnetenversammlung zurückkehrt. Er trete aus privaten Gründen nicht mehr an, sagte Dirk Hoff auf Nachfrage. Das sei schon länger geplant gewesen. Gleichzeitig habe es die Linke nicht geschafft, mindestens 13 Leute für die Liste zu finden, die nötig sind, um in Friedrichsdorf ein zweites Mal anzutreten. Bei der letzten Wahl habe es gerade so gereicht, sagte Hoff.

Die Schwierigkeiten in Friedrichsdorf werfen ein generelles Schlaglicht auf die Nöte einer kleinen Partei im ansonsten konservativ geprägten Hochtaunus. Die Kapazitäten seien begrenzt, sagt Hoff, sowohl was die Mitgliederzahl betrifft als auch die der Interessenten für ein Mandat. Das mündet in die Strategie des Kreisverbands, sich eher auf die großen Städte wie Oberursel und Bad Homburg zu konzentrieren.

„Ich bedauere das sehr“, kommentiert Hermann Schaus, Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter der Linken, den Rückzug von Hoff. Das Image der Linken in Friedrichsdorf sei mit Hoff als Person verbunden gewesen. „Er hat eine gute Arbeit mit seinen Möglichkeiten gemacht.“ Ansonsten stagniere dort die Entwicklung der Partei. Im Gegensatz zu Frankfurt oder Oberursel – „da sieht es ganz anders aus“. Ansonsten sei die Ausgangsposition in ländlichen Strukturen überall ähnlich schwierig, wohingegen sich die Linke in den größeren Städten „einen guten Namen gemacht“ habe.

Zudem würden kleine Parteien durch das System des Kumulierens und Panaschierens benachteiligt. Man könnte auch eine Liste mit fünf Leuten einreichen. Aber damit könne man die maximale Anzahl von in Friedrichsdorf 37 zu vergebenden Stimmen nicht ausnutzen und würde nur 15 Stimmen bekommen, weil Wählerinnen und Wähler pro Kandidatin oder Kandidat maximal drei Stimmen vergeben können.

Dirk Hoff, gelernter Diplom-Verwaltungsbetriebswirt in Diensten des Sondervermögens Bundeseisenbahnvermögen in Frankfurt, will sich örtlich verändern und wird sich aus der politischen Szene der Hugenottenstadt verabschieden. Ins Parlament war er Mitte 2017 als Nachrücker für Fredi Scheugenpflug gekommen. Er hatte auf Platz zwei der Liste gestanden. „Es war eine sehr anstrengende Zeit“, blickt Hoff auf die vergangenen dreieinhalb Jahre zurück. Weil er alleine war, sei es zudem auch zeitaufwendig gewesen, um sich jeweils zu informieren. Einen Ortsverband als Unterstützung und Rückhalt gibt es in Friedrichsdorf nicht.

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